EKG-Herzfrequenz-Rechner
Berechnen Sie die Herzfrequenz aus einem oder mehreren R-R-Intervallen, die im EKG-Raster gemessen wurden.
Über die Herzfrequenzberechnung im EKG
Ein Elektrokardiogramm zeichnet die elektrische Herzaktivität auf einem kalibrierten Zeitraster auf. Die Herzfrequenz lässt sich aus dem R-R-Intervall schätzen, dem horizontalen Abstand zwischen den Spitzen zweier aufeinanderfolgender QRS-Komplexe. Bei der üblichen Papiergeschwindigkeit von 25 Millimetern pro Sekunde entsprechen 25 kleine Kästchen einer Sekunde. Die Frequenz ist daher 1,500 geteilt durch die Anzahl kleiner Kästchen. Bei 50 Millimetern pro Sekunde lautet der Zähler 3,000. Dieser Rechner drückt denselben Zusammenhang als Papiergeschwindigkeit mal 60, geteilt durch die mittlere Kästchenzahl aus. Ein einzelnes R-R-Intervall liefert eine momentane Frequenz. Bei mehreren Intervallen mittelt der Rechner zunächst deren Kästchenzahlen und berechnet daraus die Schläge pro Minute. Bei normalen Schwankungen von Schlag zu Schlag ist dies meist repräsentativer. Messen Sie jedes Intervall an denselben Bezugspunkten, üblicherweise von einer R-Spitze zur nächsten. Trennen Sie Messwerte durch Kommas, Leerzeichen oder Semikolons. Prüfen Sie, ob die Aufzeichnung mit 25 oder 50 mm/s erfolgte: Eine falsche Geschwindigkeit verändert das Ergebnis um den Faktor zwei. Bei regelmäßigem Rhythmus liefert die bekannte Großkästchen-Methode bei 25 mm/s näherungsweise 300 geteilt durch die Zahl großer Kästchen. Kleine Kästchen erlauben eine feinere Auflösung, besonders wenn eine R-Zacke nicht auf einer dicken Rasterlinie liegt. Bei unregelmäßigem Rhythmus kann der Mittelwert weniger Intervalle die gesamte Kammerfrequenz dennoch unzureichend wiedergeben. Alternativ lassen sich QRS-Komplexe auf einem sechs oder zehn Sekunden langen Rhythmusstreifen zählen und auf eine Minute hochrechnen. Extrasystolen, Pausen, Artefakte und stimulierte Komplexe erfordern ebenfalls eine sorgfältige Intervallauswahl. Der Zahlenwert der Frequenz ist nur ein Teil der EKG-Befundung. Er erkennt weder Rhythmusursprung, Überleitungsstörungen, Ischämie noch die klinische Ursache von Tachykardie oder Bradykardie. Prüfen Sie die Kalibrierung und beurteilen Sie die gesamte Aufzeichnung im klinischen Kontext. Suchen Sie bei Brustschmerzen, Ohnmacht, starker Atemnot, Verwirrtheit oder anhaltendem Herzklopfen dringend medizinische Hilfe. Dieser Rechner dient der Ausbildung und Messunterstützung, nicht der Diagnose oder eigenständigen Therapieentscheidung.
Beispiele zur EKG-Herzfrequenz
| R-R-Messung | Herzfrequenz |
|---|---|
| 25 kleine Kästchen bei 25 mm/s | 60 bpm |
| 20 kleine Kästchen bei 25 mm/s | 75 bpm |
| 50 kleine Kästchen bei 50 mm/s | 60 bpm |
So berechnen Sie die EKG-Herzfrequenz
- Prüfen Sie die auf dem EKG angegebene Vorschubgeschwindigkeit.
- Zählen Sie kleine Kästchen zwischen entsprechenden Punkten aufeinanderfolgender R-Zacken.
- Geben Sie eine Kästchenzahl oder mehrere durch Kommas getrennte Werte ein.
- Wählen Sie die Papiergeschwindigkeit und dann EKG-Herzfrequenz berechnen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die 1500-Methode?
Bei 25 mm/s teilen Sie 1,500 durch die Zahl kleiner Kästchen zwischen R-Zacken. Dies ist eine genaue Rastermethode für einen regelmäßigen Rhythmus.
Was ändert sich bei 50 mm/s?
Jedes kleine Kästchen entspricht nur halb so viel Zeit wie bei 25 mm/s. Teilen Sie daher 3,000 durch die Kästchenzahl des Intervalls.
Sollte ich mehrere Intervalle mitteln?
Bei mäßigen Intervallschwankungen verbessert der Mittelwert die Aussagekraft. Starke Unregelmäßigkeit lässt sich besser auf einem längeren Streifen bekannter Dauer beurteilen.
Kann der Rechner eine Arrhythmie diagnostizieren?
Nein, er berechnet eine Kammerfrequenz aus ausgewählten Intervallen. Eine Rhythmusdiagnose erfordert die Beurteilung des vollständigen EKGs und des klinischen Kontexts.
Zwischen welchen Punkten sollte ich messen?
Messen Sie von einer R-Spitze bis zur nächsten vergleichbaren R-Spitze. Einheitliche Bezugspunkte verringern Messfehler.