Rechner für mittleren arteriellen Druck (MAP)
Berechnen Sie den mittleren arteriellen Druck aus systolischen und diastolischen Werten und ordnen Sie ihn einem praktischen Perfusionsbereich zu.
Diese orientierende Schätzung diagnostiziert keinen Schock und garantiert keine Organperfusion. Berücksichtigen Sie Symptome, Verlauf und eine professionelle klinische Beurteilung.
Über den mittleren arteriellen Druck
Beispiele zur MAP-Berechnung
Diese Messwerte zeigen die Standardformel und die groben Einordnungsbereiche.
| Blutdruck | MAP | Allgemeine Einordnung |
|---|---|---|
| 120/80 mmHg | 93.3 mmHg | Liegt im ausreichenden Perfusionsbereich des Rechners. |
| 90/60 mmHg | 70.0 mmHg | An der unteren Grenze des ausreichenden Bereichs. |
| 80/40 mmHg | 53.3 mmHg | Liegt im niedrigen Bereich und erfordert klinische Einordnung. |
So verwenden Sie den MAP-Rechner
- Messen Sie den Blutdruck mit korrekt dimensionierter und positionierter Manschette.
- Geben Sie den systolischen, also den höheren Wert ein.
- Geben Sie den diastolischen, also den niedrigeren Wert ein.
- Wählen Sie MAP berechnen und beurteilen Sie die Schätzung im gesamten klinischen Zusammenhang.
Häufige Fragen zum mittleren arteriellen Druck
Wie wird MAP berechnet?
Die übliche klinische Näherung addiert den systolischen zum doppelten diastolischen Druck und teilt durch drei. Diese Gewichtung berücksichtigt die normalerweise längere Diastole.
Welcher MAP gilt als ausreichend?
Viele Quellen nennen etwa 65 mmHg als anfängliches Minimum bei ausgewählten kritisch kranken Erwachsenen. Individuelle Ziele variieren mit Diagnose, Ausgangsdruck, Alter und ärztlichem Urteil.
Ist MAP der Mittelwert von systolischem und diastolischem Druck?
Nicht der einfache arithmetische Mittelwert. Der diastolische Druck wird stärker gewichtet, weil die Diastole meist einen größeren Anteil des Herzzyklus ausmacht.
Wann ist die Formel weniger genau?
Bei ausgeprägter Tachykardie, unregelmäßigem Rhythmus oder ungewöhnlicher zeitlicher Verteilung des Herzzyklus. Wenn Präzision entscheidend ist, kann direkte arterielle Überwachung vorzuziehen sein.
Schließt ein normaler MAP eine schlechte Durchblutung aus?
Nein. Regionale Perfusion und Sauerstoffversorgung hängen von vielen Faktoren ab; Symptome, Untersuchung, Laborwerte und Verlauf bleiben wichtig.