EORTC-Risikorechner für Blasenkrebs
Schätzen Sie Rezidiv- und Progressionsrisiken bei nichtmuskelinvasivem Blasenkrebs mit den EORTC-Risikotabellen.
Dieses historische Modell unterstützt die fachärztliche Beurteilung, ersetzt sie aber nicht. Behandlung und Nachsorge sollten aktuellen Leitlinien und individuellen klinischen Faktoren folgen.
Über die EORTC-Risikotabellen für Blasenkrebs
EORTC-Score-Beispiele
| Tumorprofil | Scores und Risiken | Einordnung |
|---|---|---|
| Einzeln, unter 3 cm, primär Ta G1, kein CIS | Rezidiv 0: 15.1% / 31.0%; Progression 0: 0.2% / 0.8% | Niedrigste Tabellenbereiche. |
| 2 bis 7, unter 3 cm, rezidivierend Ta G2, kein CIS | Rezidiv 6: 38.0% / 62.0%; Progression 5: 1.0% / 6.0% | Mittlere veröffentlichte Bereiche. |
| 8 oder mehr, mindestens 3 cm, häufig rezidivierend T1 G3 mit CIS | Rezidiv 17: 61.0% / 78.0%; Progression 23: 17.0% / 45.0% | Höchste Tabellenbereiche. |
So verwenden Sie diesen Rechner
- Prüfen Sie Operations- und Pathologieberichte auf alle sechs Faktoren.
- Wählen Sie Tumorzahl, größten Durchmesser und Rezidivvorgeschichte.
- Wählen Sie T-Kategorie, Carcinoma-in-situ-Status und WHO-Grad 1973.
- Berechnen und betrachten Sie Rezidiv und Progression getrennt.
- Besprechen Sie das Ergebnis zusammen mit aktuellen Leitlinien-Risikogruppen fachärztlich.
Häufig gestellte Fragen
Für wen ist dieser Rechner gedacht?
Er wurde für nichtmuskelinvasiven Blasenkrebs nach transurethraler Resektion entwickelt. Er dient nicht der Stadieneinteilung bei muskelinvasivem oder metastasiertem Krebs.
Sind Rezidiv und Progression dasselbe?
Nein. Ein Rezidiv ist ein neuer Blasentumor, Progression das Fortschreiten zu schwererer Erkrankung. EORTC berechnet getrennte Scores, da sich Vorhersagefaktoren und Folgen unterscheiden.
Welches Grading-System soll ich verwenden?
Der ursprüngliche Score nutzt WHO 1973 mit G1, G2 und G3. Fragen Sie die berichtende Pathologie oder behandelnde Urologie, wie ein neuerer Befund zugeordnet werden soll.
Warum können heutige Ergebnisse abweichen?
Die Entwicklungskohorten stammen aus der Zeit vor mehreren heutigen Diagnose- und Therapieverfahren. Erhaltungstherapie, Nachresektion, bessere Bildgebung und moderne Risikoselektion können das beobachtete Risiko beeinflussen.
Kann der Score meine Behandlung auswählen?
Nein. Aktuelle Leitlinien, pathologische Details, früheres Ansprechen, Gesundheitszustand und Patientenwünsche sind wichtig. Eine urologische Fachperson sollte die Schätzung einordnen und Nachsorge oder Behandlung empfehlen.