pKa-Rechner für Säuredissoziation und Puffer

Rechnen Sie Ka und pKa um oder lösen Sie Pufferbeziehungen mit Henderson-Hasselbalch.

Berechnungen zur Säuredissoziation
Wählen Sie eine Umrechnung und geben Sie die bekannten Säure- oder Pufferwerte ein.

Über pKa, Ka und Pufferberechnungen

Die Säuredissoziationskonstante Ka beschreibt das Gleichgewicht einer Säure, die in Wasser ein Proton abgibt. Größere Ka-Werte bedeuten eine günstigere Dissoziation und eine stärkere Säure. Da Gleichgewichtskonstanten viele Größenordnungen umfassen können, wird häufig pKa angegeben, definiert als negativer Logarithmus von Ka zur Basis 10. Ein niedrigerer pKa entspricht somit einer stärkeren Säure; jede Änderung um eine pKa-Einheit bedeutet eine zehnfache Änderung von Ka. Dieser Rechner arbeitet in beide Richtungen. Zur Bestimmung von pKa aus Ka bildet er den negativen Logarithmus. Zur Rückrechnung von Ka aus pKa potenziert er 10 mit dem negativen pKa. Ka muss positiv sein, weil Logarithmen von null oder negativen Werten in diesem chemischen Zusammenhang nicht definiert sind. Sehr starke Säuren können jedoch negative pKa-Werte haben, weshalb der Umrechnungsmodus jeden endlichen pKa akzeptiert. Die Puffermodi nutzen die Henderson-Hasselbalch-Gleichung: pH ist pKa plus der Logarithmus zur Basis 10 des Quotienten aus konjugierter Basenkonzentration und schwacher Säurekonzentration. Bei gleichen Konzentrationseinheiten ist das Verhältnis dimensionslos. Sind beide Konzentrationen gleich, beträgt das Verhältnis eins, sein Logarithmus null und der pH entspricht dem pKa. Eine zehnfach höhere Basenkonzentration erhöht den pH um eine Einheit; eine zehnfach höhere Säurekonzentration senkt ihn um eine Einheit. Henderson-Hasselbalch eignet sich besonders für Gemische mit nennenswerten Mengen einer schwachen Säure und ihrer konjugierten Base. Vorausgesetzt wird, dass Aktivitäten durch Konzentrationen angenähert werden können und das Gleichgewichtsmodell passt. In sehr verdünnten Lösungen, bei hoher Ionenstärke, nahe vollständiger Neutralisation oder bei wichtigen zusätzlichen Gleichgewichten kann die Genauigkeit sinken. Mehrprotonige Säuren haben mehrere Dissoziationsstufen und pKa-Werte; verwenden Sie das zum untersuchten Pufferbereich passende Paar. Ein berechneter pH ersetzt keine Messung, wenn Temperatur, Ionenstärke, Aktivitätskoeffizienten oder komplexe Probenmatrices relevant sind. Ka und pKa hängen von Lösungsmittel und Temperatur ab; Tabellenwerte müssen zu den Versuchsbedingungen passen. Die Pufferkapazität hängt außerdem von der Gesamtkonzentration an Säure und Base ab, nicht nur von ihrem Verhältnis. Zwei Puffer mit gleichem berechnetem pH können zugesetzter Säure oder Base sehr unterschiedlich widerstehen. Nutzen Sie das Werkzeug für nachvollziehbare Gleichgewichtsrechnungen und berücksichtigen Sie bei realen Puffern zusätzlich Konzentration, Kapazität und experimentelle Kalibrierung.

Beispiele zu pKa und Puffern

Diese Beispiele zeigen die logarithmischen Zusammenhänge von Säurestärke und Pufferverhältnis.

Bekannte WerteErgebnisZusammenhang
Ka = 0.00001pKa = 5Der negative Logarithmus zur Basis 10 von 10 hoch minus fünf ist 5.
pKa = 4.76Ka = 0.0000173810 hoch minus 4.76 ergibt wieder die Dissoziationskonstante.
pKa = 4.76, Base-Säure-Verhältnis = 10pH = 5.76Eine zehnfach höhere Basenkonzentration hebt den pH eine Einheit über den pKa.
pH = 4.76, pKa = 4.76Verhältnis = 1Gleiche pH- und pKa-Werte bedeuten gleiche Konzentrationen von konjugierter Base und Säure.

So verwenden Sie den pKa-Rechner

  1. Wählen Sie pKa, Ka, Puffer-pH oder das Base-Säure-Verhältnis als gesuchte Größe.
  2. Geben Sie die angezeigten bekannten Werte mit konsistenten Konzentrationseinheiten ein.
  3. Wählen Sie Säuregleichgewicht berechnen, um die passende logarithmische Gleichung anzuwenden.
  4. Deuten Sie das Ergebnis unter den Temperatur- und Lösungsannahmen Ihrer Ausgangsdaten.

Häufige Fragen zum pKa-Rechner

Bedeutet ein niedrigerer pKa eine stärkere Säure?

Ja. Ein niedrigerer pKa entspricht einem größeren Ka und einer günstigeren Säuredissoziation unter den angegebenen Bedingungen.

Kann pKa negativ sein?

Ja. Sehr starke Säuren können negative pKa-Werte besitzen, weil ihre Ka-Werte nach der geltenden Standardzustandskonvention größer als eins sind.

Wann ist pH gleich pKa?

Im Henderson-Hasselbalch-Modell bei gleichen Konzentrationen von konjugierter Base und schwacher Säure. Dies entspricht auch dem Halbäquivalenzpunkt einer einfachen Titration einer schwachen Säure.

Was ist das Base-Säure-Verhältnis?

Es ist die Konzentration der konjugierten Base geteilt durch die Konzentration der schwachen Säure. Beide müssen dieselbe Einheit haben, damit das Verhältnis dimensionslos ist.

Ist Henderson-Hasselbalch immer exakt?

Nein. Die Näherung beruht auf Konzentrationsverhältnissen und kann bei verdünnten, ionenstarken oder chemisch komplexen Lösungen ungenau werden.