Kamera-Bildwinkel-Rechner

Berechne horizontale, vertikale und diagonale Bildwinkel sowie den erfassten Bereich aus Sensorgröße, Brennweite und Entfernung.

Kamera-Bildwinkel berechnen
Gib Sensorabmessungen und Brennweite in Millimetern sowie die Motiventfernung in Metern ein.

Über den Kamera-Bildwinkel

Der Bildwinkel beschreibt, wie viel einer Szene eine Kamera mit einem bestimmten Objektiv erfasst. Er wird als Winkel angegeben, meist in Grad. Ein großer Winkel zeigt mehr von der Szene, ein kleiner Winkel grenzt einen kleineren Bereich ein. Da ein rechteckiges Bild zwei Dimensionen hat, werden meist horizontaler, vertikaler und diagonaler Bildwinkel verglichen. Der diagonale Wert dient oft zum Objektivvergleich; horizontale und vertikale Werte sind besonders nützlich für Bildgestaltung, Panoramen, Überwachungsbereiche und maschinelles Sehen. Dieser Rechner nutzt die Formel für verzeichnungsfreie, rektlineare Objektive: Der Winkel ist das Doppelte des Arkustangens aus Sensorabmessung geteilt durch die doppelte Brennweite. Die Sensorbreite ergibt den horizontalen, die Höhe den vertikalen und die Diagonale den diagonalen Winkel. Alle Maße müssen dieselbe Einheit verwenden. Kameradaten nennen Sensorabmessungen und Brennweite meist in Millimetern, daher wird diese Einheit hier genutzt. Das Ergebnis setzt eine Fokussierung nahe unendlich und eine rektlineare Projektion ohne wesentliche Verzeichnung voraus. Eine kürzere Brennweite liefert am selben Sensor einen größeren Bildwinkel. Ein größerer Sensor liefert bei gleicher Brennweite ebenfalls einen größeren Winkel. Dieser Zusammenhang erklärt den Crop-Faktor: Ein 35 mm Objektiv an einer APS-C-Kamera zeigt einen engeren Ausschnitt als dasselbe Objektiv an Vollformat. Das Objektiv bleibt unverändert; der kleinere Sensor erfasst lediglich einen kleineren Teil seines Bildkreises. Reale Aufnahmen können leicht vom berechneten Winkel abweichen. Focus Breathing verändert im Nahbereich die effektive Brennweite, Hersteller runden Brennweitenangaben, und Fisheye-Objektive verwenden eine andere Projektion. Auch digitale Stabilisierung oder kamerainterne Korrekturen können das Bild beschneiden. Nutze das Ergebnis als verlässlichen Planungswert und prüfe kritische Bildausschnitte mit der tatsächlichen Kamera-Objektiv-Kombination. Für Überwachung, Architektur, Film und Panoramen erleichtert diese schnelle Berechnung die Objektivwahl und den Vergleich erfasster Bereiche.

Beispiele für Bildwinkel

Gängige Sensor-Objektiv-Kombinationen zeigen, wie Sensorgröße und Brennweite den Bildausschnitt verändern.

KamerakonfigurationBerechneter BildwinkelTypischer Einsatz
36 × 24 mm Sensor, 50 mm Objektiv39.60° horizontal, 26.99° vertikalNatürlich wirkender Vollformat-Bildwinkel
36 × 24 mm Sensor, 24 mm Objektiv73.74° horizontal, 53.13° vertikalWeiter Vollformat-Bildwinkel
23.6 × 15.7 mm Sensor, 35 mm Objektiv37.26° horizontal, 25.28° vertikalNormalperspektive an APS-C

So berechnest du den Kamera-Bildwinkel

  1. Ermittle die aktive Sensorbreite und -höhe aus den Kameradaten.
  2. Gib die tatsächliche Objektivbrennweite ein, nicht das 35 mm Äquivalent.
  3. Gib die Entfernung zur ebenen Motivfläche ein, um den real erfassten Bereich zu berechnen.
  4. Wähle Bildwinkel berechnen, um alle drei Winkel zu erhalten.
  5. Vergleiche Winkel und erfasste Abmessungen mit deinen Anforderungen an Bildausschnitt oder Installation.

Häufige Fragen zum Kamera-Bildwinkel

Was ist der Bildwinkel einer Kamera?

Er ist die Winkelausdehnung der von einer Kamera erfassten Szene. Er hängt vor allem von Sensorgröße und Objektivbrennweite ab.

Macht eine längere Brennweite das Sichtfeld weiter?

Nein. Eine längere Brennweite verengt den Winkel und vergrößert einen kleineren Szenenausschnitt. Eine kürzere Brennweite erfasst einen breiteren Bereich.

Welche Sensorabmessungen soll ich eingeben?

Nutze die aktive Aufnahmebreite und -höhe aus den Kameradaten. Gib keine Pixelmaße ein, da die Formel physische Abmessungen benötigt.

Verändert der Crop-Faktor die Brennweite?

Der Crop-Faktor verändert die Brennweite des Objektivs nicht physisch. Er beschreibt, dass ein kleinerer Sensor einen engeren Bildwinkel als ein Vollformatsensor erfasst.

Passt das Ergebnis zu einem Fisheye-Objektiv?

Nicht genau, denn Fisheye-Objektive verwenden keine rektlineare Projektion. Dieser Rechner ist für gewöhnliche rektlineare Objektive gedacht.