Bundrechner für Gitarren

Berechnen Sie gleichstufige Bundpositionen und verbleibende Saitenlängen für Gitarren, Bässe und individuell gebaute Bundinstrumente.

Bundpositionen berechnen
Geben Sie die Mensur vom Sattel zum Steg ein und wählen Sie die Anzahl der zu berechnenden Bünde.

Über Bundabstände bei Gitarren

Ein Bundinstrument unterteilt eine schwingende Saite in reproduzierbare musikalische Intervalle. In der zwölfstufigen gleichstufigen Stimmung erhöht jeder Halbton die Frequenz um den Faktor zwölfte Wurzel aus zwei. Da die Frequenz umgekehrt proportional zur schwingenden Saitenlänge ist, entspricht die Restlänge am Bund n der Leersaitenmensur geteilt durch zwei hoch (n geteilt durch zwölf). Zieht man diese Restlänge von der gesamten Mensur ab, erhält man die vom Sattel gemessene Bundposition. Der zwölfte Bund ist der einfachste Kontrollpunkt: Er liegt genau auf halber Mensur und klingt eine Oktave höher als die leere Saite. Bei einer Gitarrenmensur von 25.5 Zoll liegt er jeweils 12.75 Zoll von Sattel und Steg entfernt. Die ersten Bünde stehen weiter auseinander; zum Steg hin werden die Abstände zunehmend kleiner. Dieses geometrische Muster ist genauer als die wiederholte Teilung der Restlänge nach der traditionellen 18er-Regel. Mensur bedeutet die theoretische schwingende Entfernung vom Auflagepunkt am Sattel bis zum Stegreiter. Sie ist nicht einfach die physische Griffbrettlänge. Gängige E-Gitarrenmensuren sind 24.75 und 25.5 Zoll, während viele Bässe 34 Zoll verwenden. Wer metrisch arbeitet, kann dieselbe Abmessung in Millimetern eingeben, da die Formel die gewählte Einheit beibehält. Die Tabelle zeigt für jeden Bund den kumulierten Abstand vom Sattel und die verbleibende theoretische Entfernung zum Steg. Markieren Sie beim Anreißen die kumulierten Positionen von einem festen Bezugspunkt aus, statt benachbarte Abstände zu addieren. So sammeln sich kleine Mess- und Rundungsfehler nicht an. Bewahren Sie beim Fräsen von Bundschlitzen mit computergesteuerten Maschinen eine höhere Präzision als die angezeigten drei Nachkommastellen. Reale Instrumente benötigen Kompensation, weil das Herunterdrücken einer Saite sie dehnt und ihre Tonhöhe leicht erhöht. Stegreiter stehen daher üblicherweise hinter dem nominalen Mensurende, mit unterschiedlichen Versätzen je Saite. Auch Sattelhöhe, Saitenlage, Saitenstärke, Materialsteifigkeit und Greifdruck beeinflussen die Intonation. Die mathematischen Bundpositionen beruhen weiterhin auf der nominalen Mensur, während die Einstellung an Sattel und Steg erfolgt. Nutzen Sie die Ergebnisse für Planung, Schablonen, Reparaturkontrollen und Lernvergleiche und folgen Sie anschließend bewährten Instrumentenbauverfahren für Schlitzbreite, Bundkronenposition, Kompensation und endgültige Intonation.

Beispiele für Bundpositionen

Mensur und BundPosition ab SattelKontext
Mensur 25.5 in, Bund 11.431 inEine übliche E-Gitarre mit langer Mensur.
Mensur 25.5 in, Bund 1212.750 inDer Oktavbund halbiert die nominale Mensur exakt.
Mensur 648 mm, Bund 136.368 mmDas metrische Gegenstück zu ungefähr 25.5 Zoll.

So berechnen Sie Bundpositionen

  1. Messen oder wählen Sie die nominale Mensur des Instruments vom Sattel zum Steg.
  2. Geben Sie die benötigte Bundanzahl von 1 bis 36 ein.
  3. Wählen Sie Zoll oder Millimeter für die berechneten Maße.
  4. Wählen Sie Bundpositionen berechnen und messen Sie jede Position vom Sattel aus.

Häufige Fragen zum Gitarren-Bundrechner

Was ist die Mensur einer Gitarre?

Die Mensur ist die nominale schwingende Saitenlänge zwischen Sattel und Steg. Sie bestimmt die mathematische Lage aller gleichstufigen Bünde.

Warum liegt der zwölfte Bund auf halber Mensur?

Die Halbierung der schwingenden Saitenlänge verdoppelt die Frequenz. Dieses Frequenzverhältnis entspricht einer Oktave oder zwölf gleichstufigen Halbtönen.

Ist das die 18er-Regel?

Verwendet wird die exakte Formel mit der zwölften Wurzel aus zwei statt der historischen Näherung. Der traditionelle Divisor 17.817 ist eine sehr nahe praktische Annäherung an denselben Zusammenhang.

Sollte ich jeden Abstand einzeln messen?

Nein, messen Sie jede kumulierte Position vom Sattelbezug aus. Dadurch vermeiden Sie, dass sich Rundungs- und Markierungsfehler über das Griffbrett aufsummieren.

Enthält die berechnete Mensur eine Stegkompensation?

Nein, die Werte beschreiben theoretische gleichstufige Bundpositionen. Die Stegreiterkompensation wird beim Einstellen des Instruments ergänzt, um Saitendehnung und Steifigkeit auszugleichen.