Zeitraffer-Rechner

Berechne Aufnahmeintervall, Gesamtbildzahl, Wiedergabedauer und Zeitkompressionsverhältnis für Zeitraffer.

Eine Zeitraffersequenz planen
Lege reale Aufnahmedauer, gewünschte Videolänge, Bildrate und optional ein festes Intervall fest.

Zur Planung von Zeitrafferaufnahmen

Zeitrafferfotografie verdichtet ein langes reales Ereignis zu einem deutlich kürzeren Bewegtbild. Eine Kamera nimmt in regelmäßigen Abständen einzelne Fotos auf, die eine Schnittsoftware mit normaler Videobildrate abspielt. Langsame Veränderungen wie Wolken, Bauarbeiten, Pflanzenwachstum, Verkehrsabläufe oder ein Sonnenuntergang wirken dadurch schnell. Die Planung verknüpft vier Größen: reale Aufnahmedauer, endgültige Wiedergabedauer, Wiedergabebildrate und Abstand zwischen den Fotos. Das gewünschte Video bestimmt die benötigte Bildanzahl. Multipliziere die Wiedergabesekunden mit den Bildern pro Sekunde. Eine 30-sekündige Sequenz mit 24 FPS benötigt 720 Bilder. Teile die reale Aufnahmedauer in Sekunden durch diese Anzahl, um das Intervall zu erhalten. Zwei Stunden beziehungsweise 7,200 Sekunden in 720 Bildern erfordern ein Foto alle 10 Sekunden. Das Kompressionsverhältnis ergibt sich aus realen Sekunden geteilt durch Wiedergabesekunden; hier beträgt es 240 zu 1. Der Rechner akzeptiert reale Zeitdauern in Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen oder Planungsmonaten mit dreißig Tagen. Die Videolänge lässt sich in Sekunden, Minuten oder Stunden eingeben. Bleibt das feste Intervall leer, wird das für die gewünschte Wiedergabedauer nötige Intervall berechnet. Bei einem festen Intervall ermittelt der Rechner stattdessen die ganzzahlige Bildanzahl innerhalb der Aufnahmedauer und die daraus entstehende Videolänge. Das ist hilfreich, wenn Kameratechnik oder Motivbewegung das Intervall vorgeben. Wähle das Intervall kurz genug für flüssige Bewegung, aber lang genug, damit Belichtung und Dateispeicherung abgeschlossen werden. Die Belichtungszeit muss normalerweise kürzer sein als das Intervall, zuzüglich einer Verarbeitungsreserve. Schnelle Wolken, Menschenmengen und Verkehr brauchen oft kurze Intervalle. Bei Bauprojekten oder Pflanzenwachstum sind Minuten oder Stunden möglich. Die Bildrate beeinflusst die Bildanzahl: 30 FPS benötigt für dieselbe Wiedergabedauer 25 Prozent mehr Bilder als 24 FPS. Eine vollständige Einsatzplanung umfasst auch Speicherplatz, Akku, Wetterschutz und Nachbearbeitung. Multipliziere die Gesamtbildzahl mit der durchschnittlichen Dateigröße und reserviere zusätzlichen Platz für Sicherungen. Lange Projekte können eine externe Stromversorgung und ein wetterfestes Gehäuse erfordern. Fester Fokus, Weißabgleich und feste Belichtung können Flimmern reduzieren; Sonnenauf- und -untergänge benötigen jedoch mitunter kontrollierte Belichtungsänderungen. Das Rechenergebnis ist ein erster Zeitplan. Teste die Einrichtung, bevor du die Kamera unbeaufsichtigt lässt, und prüfe, ob der Intervallauslöser dieselben Einheiten verwendet.

Zeitrafferbeispiele

ProjektPlanMotiv
2 Stunden auf 30 Sekunden bei 24 FPS720 Bilder, 10 Sekunden IntervallSonnenuntergang oder wechselnde Wolken
12 Stunden auf 60 Sekunden bei 30 FPS1,800 Bilder, 24 Sekunden IntervallVerkehrsfluss
5 Tage auf 15 Sekunden bei 24 FPS360 Bilder, 20 Minuten IntervallÖffnende Blüte

So planst du einen Zeitraffer

  1. Gib die reale Aufnahmedauer des Ereignisses ein und wähle die Einheit.
  2. Lege die gewünschte Videolänge und Wiedergabebildrate fest.
  3. Lass das feste Intervall für eine automatische Berechnung leer oder gib eine Hardwaregrenze ein.
  4. Berechne Bildanzahl, Intervall, Wiedergabezeit und Kompressionsverhältnis.
  5. Prüfe vor der Aufnahme Belichtung, Speicher, Akku und Grenzen des Intervallauslösers.

Häufige Fragen zum Zeitraffer-Rechner

Wie berechne ich ein Zeitrafferintervall?

Multipliziere die endgültigen Wiedergabesekunden mit den FPS für die benötigte Bildanzahl. Teile die reale Aufnahmedauer in Sekunden durch diese Anzahl.

Wie viele Fotos brauche ich?

Multipliziere die Videolänge in Sekunden mit der Wiedergabebildrate. Ein 20-sekündiges Video bei 30 FPS benötigt 600 Fotos.

Was passiert bei einem festen Intervall?

Der Rechner berücksichtigt so viele vollständige Intervalle wie möglich innerhalb der realen Aufnahmedauer. Aus dieser Bildanzahl und den gewählten FPS ergibt sich die Wiedergabelänge.

Sollte die Belichtungszeit kürzer als das Intervall sein?

Ja, die Kamera braucht vor der nächsten Auslösung genug Zeit zum Belichten und Speichern. Plane zusätzliche Reserve für Langzeitbelichtungsverarbeitung und das Schreiben auf die Speicherkarte ein.

Welche Bildrate sollte ich wählen?

Vierundzwanzig FPS liefert den üblichen Kinorhythmus, während 30 FPS bei vielen Onlinevideos Standard ist. Verwende die Bildrate deiner Schnitt-Timeline und des geforderten Ausgabeformats.