Modulationsrechner

Analysieren Sie AM-, FM- und PM-Signale mit Modulationsindex, Seitenbandgrenzen und praxisnahen Bandbreitenschätzungen.

Modulationsparameter berechnen
Wählen Sie die Modulationsart und geben Sie Träger- und Nachrichtensignalwerte in einheitlichen Einheiten ein.

Über Signalmodulation

Modulation überträgt die Information eines niederfrequenten Nachrichtensignals auf einen höherfrequenten Träger, um sie effizient zu senden. Rundfunk, Fernsehen, Telemetrie, Funkverbindungen und viele Messsysteme verändern dazu gezielt Amplitude, Frequenz oder Phase des Trägers. Dieser Rechner vergleicht drei klassische analoge Verfahren und zeigt den dimensionslosen Modulationsindex, eine geschätzte belegte Bandbreite sowie nützliche untere und obere Frequenzgrenzen. Bei AM folgt die Trägeramplitude der Nachrichtenwellenform. Für einen einzelnen Sinuston ist der Index die Nachrichtenamplitude geteilt durch die Trägeramplitude. Ein Index von 0.5 entspricht 50% Modulation; Werte über eins bedeuten Übermodulation und können im herkömmlichen Empfänger Hüllkurvenverzerrungen verursachen. Übliche Zweiseitenband-AM erzeugt Komponenten bei Trägerfrequenz plus und minus Nachrichtenfrequenz. Ihre Bandbreite ist deshalb doppelt so groß wie die höchste Nachrichtenfrequenz. Bei FM schwankt die Momentanfrequenz um die Nennfrequenz des Trägers. Der Index ist maximaler Frequenzhub geteilt durch Nachrichtenfrequenz. Theoretisch entstehen unendlich viele Seitenbänder; die Carson-Regel schätzt die Bandbreite mit dem Großteil der Signalleistung als das Doppelte der Summe aus maximalem Hub und höchster Nachrichtenfrequenz. Der Rechner nutzt die gleichwertige Formel mit dem Modulationsindex. Diese Schätzung ist für Kanalplanung üblich, doch regulatorische Spektralmasken und reale Nachrichtenspektren können zusätzliche Reserven erfordern. PM verändert die Trägerphase proportional zur Nachricht. Der Index ist der maximale Phasenhub in Radiant. Bei einem Einzelton-PM-Signal entspricht der maximale Frequenzhub dem Phasenindex mal Nachrichtenfrequenz. Carson liefert daher erneut das Doppelte der Nachrichtenfrequenz multipliziert mit eins plus Phasenindex. FM und PM sind eng verwandte Winkelmodulationen, unterscheiden sich aber darin, wie der Hub von der Nachrichtenfrequenz abhängt. Träger- und Nachrichtenamplitude werden für alle Modi angezeigt, damit ein Formular den Vergleich ermöglicht. Die Amplituden bestimmen den AM-Index, FM verwendet den Frequenzhub und PM den maximalen Phasenhub. Frequenzen werden in Kilohertz eingegeben; auch alle Grenzwerte bleiben in Kilohertz. Die unteren und oberen Werte sind symmetrische Planungsgrenzen um den Träger, keine Auflistung sämtlicher diskreter Seitenbänder. Nutzen Sie die Ergebnisse für einführende Kommunikationsaufgaben, Senderprüfungen, Kanalabstandsschätzungen und Signalverarbeitungsunterricht. Reale Signale können mehrere Nachrichtenfrequenzen, Filterung, Preemphasis, Rauschen und nichtlineare Effekte enthalten. Verwenden Sie dann die höchste relevante Modulationsfrequenz und prüfen Sie die Schätzung mit einem Spektrumanalysator oder dem geltenden Kommunikationsstandard.

Modulationsbeispiele

SignalparameterBerechnetes ErgebnisBedeutung
AM: Träger 10 V bei 100 kHz, Nachricht 5 V bei 5 kHzIndex 0.5, Bandbreite 10 kHzDer Träger ist zu 50% moduliert, mit Seitenbändern bei 95 und 105 kHz.
FM: Träger 1000 kHz, Hub 75 kHz, Nachricht 5 kHzIndex 15, Bandbreite 160 kHzDie Carson-Regel ergibt Planungsgrenzen nahe 920 und 1080 kHz.
PM: Träger 500 kHz, Phasenhub 2 rad, Nachricht 10 kHzIndex 2, Bandbreite 60 kHzDer entsprechende maximale Frequenzhub beträgt 20 kHz.

So verwenden Sie den Modulationsrechner

  1. Wählen Sie passend zum Signal Amplituden-, Frequenz- oder Phasenmodulation.
  2. Geben Sie Trägeramplitude und -frequenz sowie Nachrichtenamplitude und höchste relevante Nachrichtenfrequenz ein.
  3. Geben Sie für FM den maximalen Frequenzhub und für PM den maximalen Phasenhub in Radiant ein.
  4. Wählen Sie Modulation berechnen, um Index, geschätzte Bandbreite und Frequenzgrenzen zu erhalten.
  5. Vergleichen Sie bei regulierten Systemen die Schätzung mit Kanalmasken oder gemessenen Spektren.

Häufige Fragen zum Modulationsrechner

Was bedeutet der Modulationsindex?

Er misst die Modulationstiefe relativ zum Träger oder zur Nachrichtenfrequenz. Seine genaue Definition hängt davon ab, ob AM, FM oder PM verwendet wird.

Was passiert, wenn der AM-Index größer als eins ist?

Herkömmliche AM wird übermoduliert und die Hüllkurve durchläuft null. Ein Hüllkurvendemodulator erzeugt dann Verzerrungen, obwohl kohärente Demodulation die Information noch zurückgewinnen kann.

Wie genau ist die Carson-Regel?

Sie erfasst etwa 98% der Leistung eines winkelmodulierten Einzeltonsignals. Sie ist eine technische Schätzung und keine exakte Spektralgrenze.

Warum hat FM viele Seitenbänder?

Sinusförmige Frequenzmodulation lässt sich in Bessel-Komponenten mit Abständen ganzzahliger Vielfacher der Nachrichtenfrequenz zerlegen. Höhere Ordnungen werden weniger bedeutsam, was eine praktische Bandbreitenschätzung ermöglicht.

Ist Phasenmodulation dasselbe wie Frequenzmodulation?

Beide sind Winkelmodulationen und lassen sich durch Integration oder Differentiation der Nachricht ineinander überführen. Ihre Indizes reagieren unterschiedlich auf die Nachrichtenfrequenz; die Eingabedefinitionen dürfen daher nicht vertauscht werden.