Lokalanästhetika-Rechner

Berechnen Sie gewichtsbezogene sichere Höchstdosen und Volumina für gängige Lokalanästhetika.

Sichere Höchstdosis
Patienten- und Lösungsdaten eingeben. Gleichen Sie jedes Ergebnis vor der Gabe mit den örtlichen Vorgaben ab.

Über Höchstdosen von Lokalanästhetika

Ein Lokalanästhetika-Rechner schätzt die häufig angegebene maximale Einzeldosis anhand von Körpergewicht und wirkstoffspezifischer Obergrenze. Die gewichtsbezogene Menge wird in Milligramm berechnet und mit der absoluten Erwachsenen-Höchstdosis verglichen. Angezeigt wird der niedrigere Wert. Für die Umrechnung in Volumen wird die Lösungskonzentration benötigt: Eine 1-prozentige Lösung enthält 10 Milligramm pro Milliliter, eine 2-prozentige 20 und eine 0.5-prozentige 5. Die hier verwendeten Referenzgrenzen sind gängige allgemeine Richtwerte für Lidocain, Bupivacain, Prilocain und Articain. Adrenalin kann bei manchen Wirkstoffen die systemische Aufnahme verlangsamen und damit einen anderen Referenzhöchstwert ermöglichen. Es beseitigt das Toxizitätsrisiko nicht und kann bei bestimmten Patienten oder Injektionsorten ungeeignet sein. Fachinformationen und Klinikvorgaben unterscheiden sich nach Präparat, Land, Altersgruppe, Eingriff und Fachgebiet. Bei der Gesamtbelastung müssen zudem sämtliche zuvor verabreichten Dosen aus allen Applikationswegen und Mischungen berücksichtigt werden. Die systemische Toxizität von Lokalanästhetika kann das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System betreffen. Frühe Zeichen sind unter anderem Taubheit um den Mund, metallischer Geschmack, Tinnitus, Unruhe oder Veränderungen des Bewusstseins beziehungsweise psychischen Zustands. Schwere Toxizität kann Krampfanfälle, Arrhythmien, Kreislaufkollaps und Tod verursachen. Nutzen Sie fraktionierte Injektion, häufige Aspiration, angemessene Überwachung sowie sofort verfügbares Reanimationsmaterial und Lipidemulsion gemäß örtlichen Vorgaben. Toxizitätsverdacht ist ein Notfall und erfordert unverzügliches klinisches Handeln statt einer weiteren Rechnerabfrage. Sorgfältige Vorbereitung und Beobachtung sind während jedes Eingriffs unverzichtbar. Das Ergebnis ist eine Referenz, keine Verordnung und kein Ersatz für fachliches Urteil. Gebrechlichkeit, extreme Altersgruppen, Schwangerschaft, niedriges Herzzeitvolumen, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, Azidose, geringe Proteinbindung und Wechselwirkungen können deutlich niedrigere Dosen erfordern. Kinder und medizinisch komplexe Patienten benötigen fachärztliche Betreuung. Prüfen Sie vor der Gabe unabhängig Wirkstoff, Präparat, Konzentration, Adrenalinzusatz, Körpergewicht und geplantes Volumen. Bei abweichenden Empfehlungen gilt die konservativste anwendbare Quelle.

Dosierungsbeispiele

Diese Beispiele zeigen den Rechenweg und sind keine Behandlungsempfehlungen.

EingabenBerechneter GrenzwertErläuterung
70 kg, Lidocain 2%, ohne Adrenalin300 mg; 15 mLDie absolute Grenze von 300 mg liegt unter den gewichtsbezogenen 315 mg.
50 kg, Bupivacain 0.5%, ohne Adrenalin125 mg; 25 mLDie gewichtsbezogene Grenze liegt unter der Obergrenze von 175 mg.
60 kg, Prilocain 4%, ohne Adrenalin360 mg; 9 mLDas Volumen ergibt sich aus 360 mg geteilt durch 40 mg/mL.

So verwenden Sie den Rechner

  1. Wählen Sie exakt das auf dem Produktetikett genannte Lokalanästhetikum.
  2. Geben Sie das aktuelle Körpergewicht in Kilogramm und die Lösungskonzentration ein.
  3. Wählen Sie, ob das Präparat Adrenalin enthält, und geben Sie optional das geplante Volumen ein.
  4. Berechnen und prüfen Sie Dosis und Volumen unabhängig; wenden Sie die konservativste klinische Grenze an.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die Höchstdosis eines Lokalanästhetikums berechnet?

Der Rechner multipliziert das Gewicht mit einem Referenzwert in Milligramm pro Kilogramm und vergleicht mit einer absoluten Obergrenze. Er zeigt die niedrigere Menge und teilt sie durch die Konzentration in Milligramm pro Milliliter.

Wie rechne ich Prozentkonzentration in mg/mL um?

Multiplizieren Sie den Prozentwert mit 10. Eine 2-prozentige Lösung enthält zum Beispiel 20 mg/mL, eine 0.5-prozentige 5 mg/mL.

Erhöht Adrenalin immer die sichere Dosis?

Nein. Es verändert übliche Referenzgrenzen bei manchen Wirkstoffen, aber nicht bei allen oder in jeder klinischen Situation. Kontraindikationen und Produktvorgaben gelten weiterhin.

Dürfen Dosen verschiedener Lokalanästhetika unabhängig addiert werden?

Nein. Mischungen können additive Toxizität zeigen; jeder Anteil an der jeweiligen Höchstdosis trägt zur Gesamtbelastung bei. Nutzen Sie ein validiertes Mischprotokoll und konservatives klinisches Urteil.

Ist der Rechner für Kinder geeignet?

Er kann die grundlegende Gewichtsrechnung zeigen. Pädiatrische Grenzwerte hängen jedoch von Alter, Eingriff, Präparat und örtlichem Protokoll ab. Die endgültige Dosis muss ärztlich ausgewählt und geprüft werden.