Dünger-Rechner

Berechnen Sie die Düngermenge anhand von Fläche, Stickstoffziel und N-P-K-Deklaration auf dem Sack.

N-P-K-Ausbringmenge berechnen
Diese metrische Berechnung ermittelt die Produktmenge für die Stickstoffempfehlung und zeigt die zugeführten Phosphat- und Kalimengen.

Über Dünger und N-P-K-Ausbringmengen

Eine Düngerberechnung verbindet die Nährstoffempfehlung einer Kultur mit der garantierten Analyse auf dem Produktetikett. Die bekannten drei N-P-K-Zahlen stehen für Massenprozent an Gesamtstickstoff, verfügbarem Phosphat als P₂O₅ und wasserlöslichem Kali als K₂O. Ein 20-10-10-Dünger enthält somit 20 Prozent Stickstoff, 10 Prozent Phosphat und 10 Prozent Kali. Die übrige Masse besteht aus weiteren Nährstoffen, Trägern, Beschichtungen oder Füllstoffen. Dieser Rechner bemisst die Ausbringmenge nach dem Stickstoffbedarf. Zunächst werden Quadratmeter durch Division durch 10,000 in Hektar umgerechnet. Die Hektarfläche wird mit dem Stickstoffziel in Kilogramm je Hektar multipliziert, um die benötigte Stickstoffmasse zu erhalten. Diese wird durch den Stickstoffmassenanteil des Produkts geteilt. Benötigt ein Hektar beispielsweise 60 Kilogramm Stickstoff, sind 300 Kilogramm eines Produkts mit 20 Prozent Stickstoff nötig. Ein 20-10-10-Produkt liefert dabei auch 30 Kilogramm P₂O₅ und 30 Kilogramm K₂O. Das Mengenziel sollte aus einer aktuellen Boden- oder Pflanzenanalyse, einer kulturspezifischen Empfehlung, regionaler Beratung oder von einer qualifizierten agronomischen Fachkraft stammen. Es darf nicht allein anhand des Düngersacks geschätzt werden. Kulturart, Ertragserwartung, Bodenart, organische Substanz, Vorfrüchte, Bewässerung, anzurechnende Nährstoffquellen, Klima und örtliche Umweltvorschriften beeinflussen die Empfehlung. Bodenvorräte können bedeuten, dass kein zusätzlicher Phosphor oder Kalium nötig ist, obwohl der stickstoffhaltige Dünger beides mitliefert. Die N-P-K-Werte folgen rechtlichen Oxidkonventionen und geben Phosphor und Kalium nicht direkt in elementarer Form an. Für die Umrechnung zwischen P₂O₅ und elementarem Phosphor sowie zwischen K₂O und elementarem Kalium sind weitere Faktoren nötig. Empfehlung und Etikett müssen dieselbe Bezugsbasis verwenden. Unterscheiden Sie zudem Produktmenge je Hektar und Nährstoffmenge je Hektar; eine Verwechslung kann erhebliche Ausbringfehler verursachen. Nach der Rechnung zählt die Ausbringqualität. Kalibrieren Sie Streuer, Injektoren oder Spritzen für das tatsächliche Produkt und die Fahrgeschwindigkeit. Prüfen Sie Schüttdichte, Granulatverhalten, Überlappung, Arbeitsbreite und Gerätezustand. Geteilte Gaben können bei manchen Kulturen die Nährstoffaufnahme verbessern und Verluste reduzieren. Blattdünger, platzierte Startgaben, kontrolliert freisetzende Produkte und Flüssigdünger können produktspezifische Grenzen für Platzierung und Konzentration haben. Das Ergebnis deckt den Stickstoffbedarf ab und zeigt die mit dem gewählten Produkt ausgebrachten deklarierten Phosphat- und Kalimengen. Es mischt keine mehreren Produkte zur Erfüllung dreier unabhängiger Nährstoffziele, berücksichtigt keine Nährstoffe aus Bewässerungswasser oder Wirtschaftsdünger und bestimmt keinen sicheren Ausbringzeitpunkt. Vergleichen Sie alle Nährstoffgaben mit der Empfehlung, befolgen Sie das Etikett, halten Sie Abstände ein und beachten Sie örtliche Vorschriften zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser.

Beispiele für Düngermengen

Die Beispiele bemessen ein einzelnes N-P-K-Produkt anhand eines Stickstoffziels.

Fläche, Ziel und ZusammensetzungBenötigte ProduktmengeZugeführte Nährstoffe
10,000 m²; 60 kg N/ha; 20-10-10300 kg ProduktLiefert 30 kg P₂O₅ und 30 kg K₂O.
500 m²; 40 kg N/ha; 10-5-520 kg ProduktLiefert 1 kg P₂O₅ und 1 kg K₂O.
2,500 m²; 80 kg N/ha; 25-5-1080 kg ProduktLiefert 4 kg P₂O₅ und 8 kg K₂O.

So berechnen Sie die Düngermenge

  1. Messen Sie die Ausbringfläche in Quadratmetern.
  2. Geben Sie die empfohlene Stickstoffmenge in Kilogramm je Hektar ein.
  3. Übernehmen Sie die drei N-P-K-Prozentwerte vom Etikett.
  4. Wählen Sie Düngermenge berechnen und vergleichen Sie jeden zugeführten Nährstoff mit der Empfehlung.

Häufige Fragen zum Dünger-Rechner

Was bedeuten die drei Düngerzahlen?

Sie geben die Massenprozente von Stickstoff, Phosphat als P₂O₅ und Kali als K₂O an. Ein 10-5-5-Produkt enthält 10 Prozent N und je 5 Prozent der beiden als Oxid deklarierten Nährstoffe.

Woher sollte das Stickstoffziel stammen?

Nutzen Sie eine kulturspezifische Empfehlung auf Grundlage von Bodenuntersuchungen und regionaler Beratung. Fläche und Produktanalyse allein reichen zur Bestimmung der passenden Menge nicht aus.

Warum basiert die Berechnung auf Stickstoff?

Viele Düngepläne wählen die Produktmenge nach einem Stickstoffziel. Die zugehörigen Phosphat- und Kaliergebnisse zeigen, ob diese Wahl auch zu den anderen Nährstoffempfehlungen passt.

Kann der Rechner eine individuelle Düngermischung erstellen?

Nein, er berechnet die Menge eines Produkts mit bekannter N-P-K-Zusammensetzung. Bei Mischungen mehrerer Produkte müssen die einzelnen Nährstoffbeiträge berechnet und die Produktverträglichkeit beachtet werden.

Enthält das Ergebnis bereits vorhandene Bodennährstoffe?

Nein, es setzt voraus, dass das eingegebene Ziel Bodenversorgung, Wirtschaftsdünger, Vorfrüchte und andere Anrechnungen bereits berücksichtigt. Prüfen Sie den endgültigen Plan anhand örtlicher agronomischer und umweltrechtlicher Vorgaben.