Berechne temposynchrone Delay-Zeiten und schätze die RT60-Nachhallzeit eines Raums.
Audio-Timing und Raumakustik
Lege Tempo und Notenwert fest und gib die Raummaße in Metern ein, um den Nachhall nach Sabine zu schätzen.
Über Delay-Timing und Nachhall
Ein Delay- und Hall-Rechner verknüpft das musikalische Tempo mit Effektzeiten und liefert zugleich eine erste Schätzung des akustischen Abklingens im Raum. Temposynchrone Wiederholungen liegen auf rhythmischen Unterteilungen statt auf beliebigen Millisekundenwerten. Ein Viertelnoten-Delay ergibt sich aus sechzigtausend geteilt durch die Schläge pro Minute. Eine Achtelnote dauert halb so lang, eine punktierte Achtel drei Viertel und eine Triolenachtel ein Drittel davon. Bei 120 BPM dauert eine Viertelnote 500 Millisekunden und eine punktierte Achtel 375 Millisekunden.
Synchronisierte Werte sind sinnvolle Ausgangspunkte für Gesangsechos, Gitarrenwiederholungen, elektronische Musik und Sounddesign. Exakte Synchronisation kann ein klares rhythmisches Muster erzeugen; etwas kürzere oder längere Zeiten können breiter oder weniger mechanisch wirken. Viele Delay-Plug-ins akzeptieren BPM und Notenwerte direkt. Millisekundenwerte sind jedoch hilfreich für Hardware oder Software-Regler, die eine numerische Zeitangabe verlangen. Die Berechnung beschreibt den Abstand zwischen Wiederholungen; Feedback, Filterung, Stereo-Versatz und Wet-Pegel bestimmen weiterhin den hörbaren Charakter.
Die Nachhallschätzung nutzt die Sabine-Gleichung: RT60 entspricht 0.161 mal Raumvolumen geteilt durch die gesamte äquivalente Absorptionsfläche. RT60 ist die ungefähre Zeit, in der die Schallenergie um sechzig Dezibel abklingt. Das Raumvolumen ist Länge mal Breite mal Höhe. Die Oberfläche umfasst Boden, Decke und vier Wände. Dieses vereinfachte Werkzeug wendet einen mittleren Absorptionsgrad auf alle Flächen an. Die äquivalente Absorptionsfläche ist daher Oberfläche mal Absorptionsgrad.
Reale Räume sind komplexer. Teppiche, Vorhänge, Sitze, Menschen, Türen, Glas und Akustikpaneele absorbieren je nach Frequenz unterschiedlich. Unregelmäßige Geometrie, gekoppelte Räume, Diffusion und Hintergrundgeräusche können das gemessene Abklingen ebenfalls beeinflussen. Die Sabine-Gleichung eignet sich besonders bei ausreichend verteilter Absorption und diffusem Schallfeld. Verwende das Ergebnis als frühe Planungs- oder Mixing-Referenz, nicht als Ersatz für Messungen. Für anspruchsvolle Arbeiten sollte der Raum mit einem kalibrierten Mikrofon vermessen, das frequenzabhängige Abklingen untersucht und die Akustik entsprechend angepasst werden. Die Kombination aus musikalischer Delay-Berechnung und Raumschätzung hilft, rhythmische Effekte von akustischem Verhalten zu trennen und bewusster einzustellen.
Beispiele für Delay und Nachhall
Diese Beispiele verwenden Raummaße in Metern und einen mittleren Absorptionswert.
Einstellungen
Ergebnisse
Anwendung
120 BPM, Viertel; 10 x 8 x 3 m; Absorption 0.30
500.00 ms; 0.48 s
Akustisch kontrollierter Studioraum
100 BPM, Achtel; 12 x 10 x 4 m; Absorption 0.20
300.00 ms; 0.93 s
Größerer Aufnahmeraum
80 BPM, punktierte Achtel; 6 x 5 x 2.5 m; Absorption 0.25
562.50 ms; 0.42 s
Kleiner akustisch behandelter Raum
So berechnest du Audio-Zeiten
Wähle die rhythmische Notenunterteilung für das Delay.
Gib das Songtempo in Schlägen pro Minute ein.
Gib Raumlänge, Breite, Höhe und mittleren Absorptionsgrad ein.
Wähle Delay und Nachhall berechnen und übertrage die Werte auf deinen Effekt oder deine Akustikplanung.
Häufige Fragen
Wie wird die Delay-Zeit aus BPM berechnet?
Eine Viertelnote entspricht 60,000 Millisekunden geteilt durch BPM. Andere Notenwerte multiplizieren dieses Intervall mit ihrem rhythmischen Anteil.
Was bedeutet RT60?
RT60 ist die geschätzte Zeit, bis der Schallpegel um sechzig Dezibel abgefallen ist. Sie beschreibt häufig den Nachhallcharakter eines Raums.
Was ist ein Absorptionsgrad?
Er gibt den Anteil der einfallenden Schallenergie an, den ein Material absorbiert, von nahezu null bis eins. Der Rechner nutzt einen Raumdurchschnitt für eine vereinfachte Schätzung.
Sollte Delay immer exakt synchronisiert sein?
Nein. Synchrones Timing ist ein verlässlicher Ausgangspunkt, aber kleine Abweichungen können Breite, Bewegung oder Natürlichkeit hinzufügen.
Ist die Sabine-Schätzung für jeden Raum genau?
Nein. Sie setzt ein diffuses Schallfeld und gleichmäßig verteilte Absorption voraus. Ungewöhnliche oder stark absorbierende Räume sollten direkt vermessen werden.