Rechner für Temperaturleitfähigkeit

Berechnen Sie, wie schnell ein Material auf Temperaturänderungen reagiert.

Temperaturleitfähigkeit berechnen
Geben Sie Wärmeleitfähigkeit, Dichte und spezifische Wärmekapazität in SI-Einheiten ein.

Über die Temperaturleitfähigkeit

Die Temperaturleitfähigkeit beschreibt, wie schnell sich eine Temperaturstörung in einem Material ausbreitet. Sie verbindet die Fähigkeit zur Wärmeleitung mit der Fähigkeit, thermische Energie zu speichern. Die Definitionsgleichung lautet α = k/(ρcₚ). Dabei ist α die Temperaturleitfähigkeit, k die Wärmeleitfähigkeit, ρ die Massendichte und cₚ die spezifische Wärmekapazität bei konstantem Druck. In SI-Einheiten wird das Ergebnis in Quadratmetern pro Sekunde angegeben. Ein Material mit hoher Temperaturleitfähigkeit verteilt Wärme im Verhältnis zu seiner gespeicherten Energie schnell um. Metalle haben wegen ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit häufig hohe Werte. Materialien mit niedriger Temperaturleitfähigkeit reagieren langsamer, entweder weil sie Wärme schlecht leiten oder weil ihre volumetrische Wärmekapazität ρcₚ hoch ist. Temperaturleitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit sind daher nicht identisch. Zwei Materialien können eine ähnliche Wärmeleitfähigkeit haben und dennoch unterschiedlich schnell reagieren, wenn sich Dichte oder spezifische Wärmekapazität unterscheiden. Die Größe tritt in der instationären Wärmeleitungsgleichung auf und bestimmt charakteristische Aufheiz- und Abkühlzeiten. Eine nützliche Skalierungsbeziehung besagt, dass die Zeit proportional zum Quadrat der Länge geteilt durch die Temperaturleitfähigkeit ist. Das erklärt, warum ein dicker Körper deutlich länger als ein dünner braucht, um sich einer neuen Temperatur anzunähern. Anwendungen sind Wärmebehandlungsanalysen, Untersuchungen von Gebäudehüllen, Lebensmittelverarbeitung, geologische Modelle, Elektronik und thermische Prüfungen. Flash-Verfahren und transiente ebene Wärmequellenverfahren messen häufig direkt die Temperaturleitfähigkeit. Sind Dichte und Wärmekapazität bekannt, lässt sich daraus die Wärmeleitfähigkeit ableiten. Verwenden Sie Eigenschaften, die bei vergleichbaren Temperaturen und für denselben Materialzustand bestimmt wurden. Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität können temperaturabhängig sein; die Dichte kann sich mit Porosität, Feuchte, Zusammensetzung und Herstellungsverfahren ändern. Anisotrope Materialien wie Holz, Verbundwerkstoffe und Kristalle können eine richtungsabhängige Wärmeleitfähigkeit und damit Temperaturleitfähigkeit aufweisen. Die skalare Gleichung beschreibt eine gewählte Richtung oder eine näherungsweise isotrope Probe. Dieser Rechner bildet ausschließlich das Verhältnis der Stoffwerte. Er sagt weder einen vollständigen Temperaturverlauf noch Wärmeübergang an den Rändern, Strahlung, Phasenwechsel oder innere Wärmeerzeugung voraus. Da typische Temperaturleitfähigkeiten klein sind, oft etwa 10⁻⁷ bis 10⁻⁴ m²/s, wird wissenschaftliche Notation verwendet. Prüfen Sie, ob die Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K), die Dichte in kg/m³ und die Wärmekapazität in J/(kg·K) vorliegen. Werden Kilojoule mit Joule oder Gramm mit Kilogramm verwechselt, verändert sich das Ergebnis um Faktoren von tausend.

Beispiele zur Temperaturleitfähigkeit

Repräsentative Stoffwerte veranschaulichen die Beziehung α = k/(ρcₚ).

EingabenTemperaturleitfähigkeitMaterial
k 205, ρ 2700, cₚ 9008.436214e-5 m²/sNäherung für Aluminium
k 1.7, ρ 2400, cₚ 8808.049242e-7 m²/sNäherung für Beton
k 0.6, ρ 1000, cₚ 41801.435407e-7 m²/sNäherung für Wasser

So berechnen Sie die Temperaturleitfähigkeit

  1. Geben Sie die Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K) ein.
  2. Geben Sie die Materialdichte in kg/m³ ein.
  3. Geben Sie die spezifische Wärmekapazität in J/(kg·K) ein.
  4. Wählen Sie Temperaturleitfähigkeit berechnen und lesen Sie das Ergebnis in m²/s ab.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Temperatur- und Wärmeleitfähigkeit?

Die Wärmeleitfähigkeit misst den Wärmetransport bei einem Temperaturgradienten. Die Temperaturleitfähigkeit setzt diese Fähigkeit ins Verhältnis zum Wärmespeichervermögen je Materialvolumen.

Warum ist das Ergebnis so klein?

Quadratmeter pro Sekunde ist für molekularen Wärmetransport ein großer Maßstab. Übliche Materialien ergeben daher Werte, die mit negativen Zehnerpotenzen geschrieben werden.

Bedeutet höhere Temperaturleitfähigkeit bessere Dämmung?

Nicht unbedingt, denn gute Dämmung wird meist mit niedriger Wärmeleitfähigkeit verbunden. Die Temperaturleitfähigkeit beschreibt hingegen die Geschwindigkeit der instationären Temperaturreaktion.

Welche spezifische Wärmekapazität sollte ich verwenden?

Verwenden Sie die massenspezifische Wärmekapazität bei ungefährer Betriebstemperatur. Achten Sie auf J/(kg·K) statt kJ/(kg·K).

Kann die Temperaturleitfähigkeit richtungsabhängig sein?

Ja, anisotrope Materialien können Wärme entlang verschiedener Achsen unterschiedlich leiten. Berechnen Sie jede Richtung mit der zugehörigen Wärmeleitfähigkeit.