Risikorechner mit und ohne Maske

Vergleiche vereinfachte Schätzungen der Atemwegsexposition ohne Maske, mit Stoffmaske, OP-Maske oder N95-artigem Schutz.

Exposition nach Maskentyp vergleichen
Wähle eine Maske und beschreibe Dauer, Abstand und Umgebung für einen transparenten relativen Vergleich.

Nur ein Lernszenario-Modell, keine individuelle Infektionswahrscheinlichkeit oder medizinische Vorhersage. Lüftung, Passform, Quellenkontrolle, Immunität, Erreger und Verhalten können das tatsächliche Risiko stark verändern.

Über Masken und Expositionsrisiken

Das Risiko einer Atemwegsinfektion entsteht durch mehrere Faktoren, nicht durch einen einzelnen Maskenprozentsatz. Wichtig sind Menge des abgegebenen infektiösen Materials, gemeinsam verbrachte Zeit in derselben Luft, Abstand, Raumvolumen, Lüftung, Filterung, Aktivität, Lautäußerungen und Empfänglichkeit der exponierten Person. Eine gut sitzende Maske ergänzt eine Barriere an der Quelle, beim Empfänger oder bei beiden, macht eine gefährliche Exposition aber nicht garantiert sicher. Dieser Rechner ist bewusst ein relatives Lernmodell. Ausgangspunkt ist ein angenommenes Innenraumszenario ohne Maske, mit fünfzehn Minuten Dauer und mittlerem Abstand. Dieser Bezug wird nach Dauer, Abstand und Innen- oder Außenbereich skaliert. Danach gelten einfache Restexpositionsfaktoren von 70 Prozent für Stoffmasken, 40 Prozent für OP-Masken und 5 Prozent für N95-artige Atemschutzmasken. Sie veranschaulichen eine Schutzrangfolge, versprechen aber keine realen Infektionswahrscheinlichkeiten. Passform und durchgängiges Tragen beeinflussen die Leistung stark. Luft, die an Nase, Wangen oder Kinn vorbeiströmt, umgeht das Filtermaterial. Atemschutzmasken bieten meist den größten Nutzen, wenn sie dicht sitzen, Größe und Modell passen und sie während der gesamten Exposition getragen werden. OP-Masken können Quellenkontrolle und Eigenschutz bieten, sind aber nicht für dieselbe Abdichtung ausgelegt. Stoffmasken unterscheiden sich stark in Lagen, Gewebe und Aufbau; ein pauschaler Wert beschreibt nicht jedes Produkt. Im Freien verteilen sich ausgeatmete Partikel meist schneller. Enge, lange oder gedrängte Kontakte können dennoch Atemwegserreger übertragen. Innen ergänzen offene Fenster, bessere mechanische Lüftung, geeignete Filterung, weniger Personen und kürzere Kontakte den Maskenschutz. Abstand ersetzt saubere Luft nicht vollständig, da sich feine Aerosole in schlecht gelüfteten Räumen ansammeln und weiter ausbreiten können. Die Prozentwerte dienen dem Vergleich eingegebener Annahmen, nicht der Diagnose oder persönlichen Prognose. Gesundheitsempfehlungen können nach Erregergeschehen, Umgebung, Beruf, örtlichen Regeln und individueller Gefährdung variieren. Bei Symptomen oder bekannter Exposition sind geltende Hinweise zu Tests, Isolation, Behandlung und Masken zu befolgen. Menschen mit erhöhtem Risiko schwerer Erkrankung sollten kombinierte Schutzmaßnahmen mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal besprechen.

Beispiele zum Maskenvergleich

Die Beispiele halten Annahmen konstant und zeigen den Einfluss von Maskenwahl und Umgebung im Modell.

SzenarioModellergebnisEinordnung
15 Minuten, 1.5 m im Innenraum, OP-Maske10.0% ohne Maske; 4.0% mit MaskeDas Modell verwendet eine relative Verringerung von 60%.
15 Minuten, 1.5 m im Innenraum, N9510.0% ohne Maske; 0.5% mit MaskeDas Modell verwendet eine relative Verringerung von 95%.
30 Minuten, 2 m im Freien, N952.5% ohne Maske; 0.1% mit MaskeAußenbereich und Abstand senken beide Vergleichswerte.

So vergleichst du Maskenszenarien

  1. Wähle die während der Exposition verwendete Maske oder Atemschutzmaske.
  2. Gib ungefähre Dauer der gemeinsam geatmeten Luft und Abstand ein.
  3. Wähle, ob der Kontakt drinnen oder draußen stattfand.
  4. Wähle Risiko vergleichen und betrachte den relativen Unterschied, nicht eine individuelle Diagnose.

Häufige Fragen zu Maskenrisiken

Ist das Ergebnis meine Ansteckungswahrscheinlichkeit?

Nein. Es ist ein vereinfachter Vergleichsindex aus wenigen Szenariowerten, keine validierte individuelle Infektionswahrscheinlichkeit.

Warum ist die Passform wichtig?

Bei schlechtem Sitz strömt Luft am Filter vorbei statt hindurch. Eine dicht sitzende Atemschutzmaske kann deshalb besser schützen als eine lockere Maske aus gutem Filtermaterial.

Sind alle Stoffmasken gleich wirksam?

Nein. Lagenzahl, Gewebe, Material, Sitz, Zustand und durchgängiges Tragen verursachen große Leistungsunterschiede.

Ist das Risiko draußen ausgeschlossen?

Nein. Außenluft verbessert meist die Verdünnung, doch enge, gedrängte oder lange Kontakte können weiterhin Übertragungen ermöglichen.

Welche weiteren Maßnahmen senken die Atemwegsexposition?

Lüftung, Filterung, kürzere Kontakte, Tests, verfügbare Impfungen, Zuhausebleiben bei Krankheit und das Meiden von Gedränge helfen. Die passende Kombination hängt von Erreger und Umgebung ab.