EPDS-Rechner

Werten Sie die 10 Fragen der Edinburgh Postnatal Depression Scale aus und erhalten Sie verständliche Hinweise zum Screening.

Edinburgh Postnatal Depression Scale
Wählen Sie die Antwort, die Ihr Befinden während der vergangenen sieben Tage am besten beschreibt.

Die EPDS ist ein Screening-Fragebogen, keine Diagnose. Beschwerden, Sicherheit und benötigte Unterstützung sollten klinisch beurteilt werden.

Über die Edinburgh Postnatal Depression Scale

Die Edinburgh Postnatal Depression Scale, meist EPDS genannt, ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen mit zehn Fragen zur Erkennung emotionaler Belastungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Er fragt nach Erlebnissen der vergangenen sieben Tage, darunter Freude, Selbstvorwürfe, Angst, Panik, Bewältigung, durch Unglücklichsein bedingte Schlafprobleme, Traurigkeit, Weinen und Gedanken an Selbstverletzung. Jede Antwort erhält null bis drei Punkte, insgesamt sind null bis dreißig Punkte möglich. Dieser Rechner ordnet die Antworten nach Punktwert: Die erste Option zählt null, die vierte drei Punkte. Diese Reihenfolge bewahrt die offizielle umgekehrte Bewertung der ersten beiden positiv formulierten Fragen und macht die Berechnung nachvollziehbar. Ein höherer Gesamtwert spricht eher dafür, dass eine weitere Abklärung sinnvoll ist. Kein einzelner Wert beweist oder widerlegt jedoch eine Depression. Grenzwerte unterscheiden sich je nach Land, Umfeld, Zeitpunkt, Sprachfassung und Screening-Zweck. Die hier angezeigte Einordnung nutzt breite Bereiche zur Planung weiterer Schritte. Werte unter zehn werden als niedriger Bereich, zehn bis zwölf als mögliche Depression und dreizehn oder mehr als erhöht angezeigt. Gesundheitssysteme können andere Überweisungsgrenzen verwenden. Beschwerden können unterhalb jeder Grenze klinisch bedeutsam sein, besonders wenn sie anhalten, zunehmen, Schlaf oder Alltagsfunktion beeinträchtigen oder mit starker Angst, aufdringlichen Gedanken, Manie, Psychose oder Sorgen um die Sicherheit eines Elternteils oder Säuglings einhergehen. Frage zehn erfordert unabhängig vom Gesamtwert besondere Aufmerksamkeit. Jede andere Antwort als nie zeigt, dass Gedanken an Selbstverletzung aufgetreten sind, und sollte zu einer raschen direkten Sicherheitsbeurteilung durch eine qualifizierte Fachperson führen. Wenn jemand diese Gedanken umsetzen könnte, nicht sicher bleiben kann oder unmittelbar gefährdet ist, sollten jetzt der örtliche Notruf oder ein verfügbarer Krisendienst kontaktiert werden. Der Rechner kann die Sicherheit weder überwachen noch Hilfe verständigen. Die EPDS dient dem Screening und der Verlaufskontrolle, nicht der Diagnose. Eine klinische Fachperson berücksichtigt den Wert zusammen mit Gespräch, Krankengeschichte, sozialer Unterstützung, Schlaf, Substanzkonsum, körperlicher Gesundheit, Traumata und anderen psychischen Erkrankungen. Partner und unterstützende Personen können praktisch helfen und zu zeitnahem professionellem Kontakt ermutigen. Antworten Sie ehrlich bezogen auf die vergangenen sieben Tage und speichern oder teilen Sie das Ergebnis mit einer Hebamme, einer geburtshilflichen, hausärztlichen oder psychotherapeutisch-psychiatrischen Fachperson.

Beispiele für EPDS-Werte

AntwortmusterGesamtwertNächster Schritt
Alle Antworten ergeben 0 Punkte0, niedriger BereichSuchen Sie Hilfe, wenn die Beschwerden Sie weiterhin beunruhigen.
Zehn Antworten ergeben jeweils 1 Punkt10, Bereich möglicher DepressionVereinbaren Sie eine klinische Nachbesprechung.
Fünf Antworten ergeben 2 und fünf jeweils 1 Punkt15, erhöhter BereichEine rasche Abklärung wird empfohlen.

So füllen Sie die EPDS aus

  1. Denken Sie an Ihr Befinden in den vergangenen sieben Tagen.
  2. Wählen Sie zu jeder Frage eine Antwort, ohne einzelne Fragen zu lange abzuwägen.
  3. Berechnen Sie den Gesamtwert und lesen Sie die Screening-Einordnung.
  4. Befolgen Sie bei angegebenen Selbstverletzungsgedanken sofort die Sicherheitshinweise.
  5. Besprechen Sie das Ergebnis und Ihre Sorgen mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson.

Häufige Fragen

Diagnostiziert ein EPDS-Wert eine Depression?

Nein. Die Skala erkennt Personen, die von einer ausführlicheren Abklärung profitieren könnten. Eine Diagnose erfordert die Beurteilung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson.

Welchen Zeitraum soll ich berücksichtigen?

Antworten Sie nach Ihrem Befinden in den vergangenen sieben Tagen. Wählen Sie die am besten passende Antwort, statt nur den heutigen Tag zu betrachten.

Ab welchem Wert ist eine Nachbesprechung nötig?

Grenzen unterscheiden sich je nach Gesundheitssystem. Zehn oder mehr Punkte führen häufig zu weiterer Abklärung, dreizehn oder mehr zu erhöhter Aufmerksamkeit. Beschwerden und Sicherheit sind auch bei niedrigem Gesamtwert immer wichtig.

Warum wird Frage zehn gesondert behandelt?

Sie fragt nach Gedanken an Selbstverletzung, die bei jeder Angabe eine direkte Sicherheitsbeurteilung erfordern. Ein niedriger Gesamtwert hebt diese Sorge nicht auf.

Kann die EPDS während der Schwangerschaft eingesetzt werden?

Ja. Sie wird sowohl vor als auch nach der Geburt häufig verwendet. Eine klinische Fachperson kann eine geeignete validierte Fassung wählen und für das örtliche Umfeld interpretieren.