Bikarbonatdefizit-Rechner
Bikarbonatdefizit aus aktuellem und gewünschtem HCO3, Körpergewicht und altersgerechtem Verteilungsfaktor schätzen.
Über das Bikarbonatdefizit
Beispiele zum Bikarbonatdefizit
| Eingaben | Geschätztes Defizit | Berechnung |
|---|---|---|
| Erwachsene: 8 auf 20 mEq/L, 75 kg | 450 mEq | 0.5 mal 75 mal die Differenz von 12 mEq/L. |
| Erwachsene: 15 auf 22 mEq/L, 65 kg | 227.5 mEq | 0.5 mal 65 mal die Differenz von 7 mEq/L. |
| Kinder: 10 auf 18 mEq/L, 25 kg | 60 mEq | 0.3 mal 25 mal die Differenz von 8 mEq/L. |
So berechnen Sie das Bikarbonatdefizit
- Geben Sie das aktuelle Serumbikarbonat aus einem zeitnahen, klinisch relevanten Laborbefund ein.
- Geben Sie den ärztlich gewählten Bikarbonat-Zielwert und das Körpergewicht in Kilogramm ein.
- Wählen Sie Erwachsene oder Kinder, um die angezeigte Verteilungsannahme anzuwenden.
- Berechnen Sie die Schätzung und interpretieren Sie sie nur zusammen mit Säure-Basen-Status, Diagnose und wiederholter Überwachung.
Häufige Fragen zum Bikarbonatdefizit
Welche Formel verwendet der Rechner?
Er multipliziert den Verteilungsfaktor mit dem Gewicht in Kilogramm und der Differenz aus Ziel-HCO3 und aktuellem HCO3. Das Ergebnis ist ein ungefähres Defizit in Milliäquivalenten, nicht automatisch eine geeignete Dosis.
Warum wird die Hälfte des Defizits separat angezeigt?
Klinische Quellen beschreiben oft eine anfängliche Teilkorrektur mit anschließender Neubewertung, um Überkorrektur zu vermeiden. Die Hälfte dient der Veranschaulichung und legt nicht fest, ob, wie oder wie schnell behandelt werden soll.
Sollte jede metabolische Azidose mit Bikarbonat behandelt werden?
Nein. Das Vorgehen hängt von Ursache, pH, Schweregrad, Perfusion, Ventilation, Nierenfunktion und dem Nutzenbeleg für die jeweilige Erkrankung ab. Die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache kann im Vordergrund stehen.
Warum kann das berechnete Defizit vom tatsächlichen Bedarf abweichen?
Verteilungsfaktor und Zielwert sind Schätzungen; zudem können Säureproduktion und Bikarbonatverluste während der Behandlung fortbestehen. Weitere Korrekturen müssen sich nach erneuten Laborwerten und klinischem Ansprechen richten.
Welche wichtigen Risiken hat Natriumbikarbonat?
Mögliche Schäden sind Natrium- und Flüssigkeitsüberlastung, Alkalämie, Elektrolytveränderungen und erhöhte Kohlendioxidproduktion. Die Gabe muss unter Aufsicht mit angemessener Atem- und Laborüberwachung erfolgen.