Kaninchen-Farbrechner

Berechnen Sie die Chancen für schwarze, havannafarbige, blaue und lilafarbige Jungtiere aus den Genotypen am B- und D-Locus.

Grundfarben von Kaninchen vorhersagen
Wählen Sie die Farb- und Verdünnungsgenotypen beider Eltern für eine Kreuzung mit zwei Genorten.

Über die Vererbung der Fellfarbe

Die Fellfarbe von Kaninchen wird durch mehrere zusammenwirkende Gene bestimmt. Dieser Rechner betrachtet zwei häufig verwendete Genorte, die vier Grundfarben unterscheiden: den B-Locus für schwarzes oder schokoladenbraunes Pigment und den D-Locus für Vollfarbe oder Verdünnung. Am B-Locus ist B dominant und erzeugt eine schwarze Pigmentbasis; zwei b-Allele ergeben eine schokoladenbraune Basis, auch Havanna genannt. Am D-Locus ermöglicht D volle Pigmentierung, während zwei d-Allele die Farbe verdünnen. B und D zusammen ergeben Schwarz, bb mit D ergibt Havanna, B mit dd ergibt Blau und bbdd ergibt Lila. Jeder Elternteil gibt je ein Allel pro Genort weiter. Der Rechner zählt alle sechzehn Kombinationen aus den jeweils zwei B- und zwei D-Allelen beider Eltern auf, ordnet den resultierenden Phänotyp zu und wandelt die Häufigkeiten in Prozentwerte um. Ein Elternteil mit Bb oder Dd trägt die rezessive Alternative und kann jeweils eines der beiden Allele weitergeben. BB oder DD kann das entsprechende rezessive Allel nicht weitergeben, bb oder dd gibt es immer weiter. Die Prozente gelten als Wahrscheinlichkeit für jedes Jungtier, nicht als garantierte Anzahl in einem Wurf. Die sichtbare Fellfarbe hängt von weit mehr als diesen beiden Genorten ab. Der Extension-Locus ermöglicht oder begrenzt die Pigmentverteilung, der Agouti-Locus verändert die Haarbänderung und der Farblocus beeinflusst die Pigmentbildung. Weitere Gene steuern Scheckung, Silberung, Breitband-Effekte, Intensität und andere Merkmale. Epistasie kann die Wirkung von B und D verdecken. Daher sagt dieses Werkzeug nur Grundfarbkategorien voraus und ist kein vollständiger Bestimmer von Rassefarben. Zuverlässige Vorhersagen erfordern bekannte Genotypen. Am Aussehen eines schwarzen Kaninchens lassen sich BB und Bb sowie DD und Dd nicht unterscheiden, da rezessive Allele verborgen sein können. Abstammungsnachweise, frühere Würfe, Testkreuzungen oder Gentests helfen, den Trägerstatus zu bestimmen. Bei unbekanntem Genotyp sollten mehrere plausible Kombinationen berechnet werden. Nutzen Sie die Ergebnisse zum Lernen und zum Vergleich von Zuchtplänen; Gesundheit, genetische Vielfalt, Wesen und Tierwohl sollten Vorrang vor der Fellfarbe haben. Rassestandards können Farbnamen unterschiedlich verwenden. Prüfen Sie daher die Begriffe beim zuständigen Kaninchenverband.

Beispiele für Farbkreuzungen

Genotypen der ElternVorhergesagte GrundfarbenInterpretation
BBDD mit bbdd100% SchwarzAlle Jungtiere sind BbDd
BbDd mit bbdd25% je FarbeTestkreuzung mit zwei Genorten
bbDd mit bbdd50% Havanna, 50% LilaAlle Jungtiere haben eine Havanna-Basis

So sagen Sie Grundfarben voraus

  1. Bestimmen Sie die B- und D-Genotypen des Rammlers anhand von Unterlagen, Tests oder bekannter Vererbung.
  2. Bestimmen Sie die Genotypen der Häsin an denselben Genorten.
  3. Wählen Sie alle vier Genotypen, einschließlich der Trägerformen bei vorhandenen rezessiven Allelen.
  4. Wählen Sie Farben der Jungtiere berechnen, um die Chancen für Schwarz, Havanna, Blau und Lila zu sehen.
  5. Berücksichtigen Sie Agouti, Extension, Scheckung und andere Genorte mit Einfluss auf das Aussehen gesondert.

Häufig gestellte Fragen

Können zwei schwarze Kaninchen havannafarbige Junge bekommen?

Ja, wenn beide b tragen, kann Bb mit Bb Jungtiere mit bb ergeben. Ihr D-Genotyp und weitere Farbgene bestimmen die endgültig sichtbare Farbe.

Wie entstehen blaue oder lilafarbige Kaninchen?

Zwei d-Allele verdünnen das volle Pigment. In diesem vereinfachten Modell ist ein Kaninchen mit schwarzer Basis und dd blau, eines mit Havanna-Basis und bbdd lila.

Warum brauche ich Genotypen statt Farbnamen?

Dominante Phänotypen können rezessive Allele verbergen. Gleich aussehende Kaninchen können daher unterschiedliche Nachkommen haben. Genotypen erfassen den für die Wahrscheinlichkeiten nötigen Trägerstatus.

Sind Agouti- und Extension-Gene enthalten?

Nein, der Rechner modelliert nur B und D und zeigt Grundfarbwahrscheinlichkeiten. Agouti-, Extension-, Farb-, Scheckungs- und Modifikator-Loci können das sichtbare Fell deutlich verändern.

Entspricht ein Wurf genau den vorhergesagten Prozenten?

Nicht unbedingt, denn jedes Jungtier ist ein unabhängiges Vererbungsereignis. Kleine Würfe weichen durch normale Zufallsschwankungen häufig von theoretischen Verhältnissen ab.