LM317-Spannungsregler-Rechner

Berechnen Sie LM317-Widerstände, Reglerverlustleistung und idealen Wirkungsgrad für ein einstellbares Gleichspannungsnetzteil.

LM317-Regler auslegen
Geben Sie Versorgung, gewünschte Ausgangsspannung, Laststrom und Einstellwiderstand ein.

Über den LM317-Rechner

Der LM317 ist ein einstellbarer linearer Spannungsregler mit drei Anschlüssen, der häufig in Labornetzteilen, Akkuladegeräten, Prototypen und rauscharmen Analogschaltungen eingesetzt wird. Er hält zwischen Ausgang und Einstellanschluss etwa 1.25 Volt. Zwei externe Widerstände legen die Ausgangsspannung fest: R1 verbindet Ausgang und Einstellanschluss, R2 verbindet Einstellanschluss und Masse. Dieser Rechner löst die übliche Auslegungsgleichung nach R2 auf, nachdem Zielspannung und R1 eingegeben wurden. Vernachlässigt man den kleinen Strom des Einstellanschlusses, ist die Ausgangsspannung gleich 1.25 multipliziert mit eins plus R2 geteilt durch R1. Umgestellt ist R2 gleich R1 multipliziert mit dem Ausdruck aus Ausgangsspannung geteilt durch 1.25 minus eins. Ein R1 von 240 Ohm ist eine klassische Wahl, weil er ausreichend Strom zieht, um zur Mindestlast des Reglers beizutragen. Andere Werte können geeignet sein; maßgeblich für die endgültige Auslegung ist jedoch das Datenblatt des konkreten Bauteils und Herstellers. Ein Linearregler wandelt die überschüssige Spannung in Wärme um. Seine ungefähre Verlustleistung ist Eingangsspannung minus Ausgangsspannung, multipliziert mit dem Laststrom. Die Umwandlung von 12 Volt auf 5 Volt bei einem halben Ampere erzeugt daher etwa 3.5 Watt im Regler. Das ist für ein kleines Gehäuse erheblich und erfordert meist einen Kühlkörper, der anhand von Umgebungstemperatur, Wärmewiderstand, Luftstrom und maximal zulässiger Sperrschichttemperatur ausgewählt wird. Der angezeigte ideale Wirkungsgrad ist Ausgangsspannung geteilt durch Eingangsspannung; Ruhe- und Widerstandsströme senken den realen Wert etwas. Die Eingangsspannung muss mindestens um die Dropout-Spannung über dem gewünschten Ausgang liegen, üblicherweise etwa 2 bis 3 Volt je nach Strom und Betriebsbedingungen. Auch die Täler der Restwelligkeit sind wichtig: Eine ungeregelte Gleichrichterversorgung kann im Mittel hoch genug sein und zwischen den Ladespitzen dennoch den Regelbereich unterschreiten. Ergänzen Sie Ein- und Ausgangs-Abblockkondensatoren gemäß Datenblatt, halten Sie Leitungen kurz und verwenden Sie Schutzdioden, wenn große Kondensatoren oder externe Spannungen rückwärts durch das Bauteil entladen werden könnten. Der berechnete Widerstand ist ein exakter Zielwert und nicht unbedingt als Bauteil erhältlich. Wählen Sie den nächsten Normwert oder kombinieren Sie Widerstände und berechnen Sie dann die tatsächliche Ausgangsspannung neu. Berücksichtigen Sie Widerstands- und Referenztoleranzen sowie den Einstellstrom. Stellen Sie sicher, dass Eingangsspannung, Ausgangsstrom, Verlustleistung und sicherer Arbeitsbereich innerhalb der Grenzwerte der konkreten LM317-Variante bleiben. Das Werkzeug unterstützt die Vorentwicklung; praktische Arbeiten an Netzteilen müssen stets mit Herstellerunterlagen abgeglichen und sicher messtechnisch geprüft werden.

LM317-Auslegungsbeispiele

AuslegungsdatenBerechnetes ErgebnisAuslegungshinweis
Eingang 12 V, Ausgang 5 V, 0.5 A, R1 240 ΩR2 720 Ω; Wärme 3.5 WDer Regler benötigt wahrscheinlich einen geeigneten Kühlkörper.
Eingang 15 V, Ausgang 9 V, 0.25 A, R1 220 ΩR2 1,364 Ω; Wärme 1.5 WEin naher Normwiderstand verändert die Ausgangsspannung leicht.
Eingang 9 V, Ausgang 3.3 V, 0.1 A, R1 240 ΩR2 393.6 Ω; Wärme 0.57 WPrüfen Sie den Dropout bei niedrigster Eingangsspannung.
Eingang 18 V, Ausgang 12 V, 0.75 A, R1 240 ΩR2 2,064 Ω; Wärme 4.5 WBei dieser Last ist die thermische Auslegung entscheidend.

So legen Sie eine LM317-Schaltung aus

  1. Geben Sie die minimale verfügbare Gleichspannung am Reglereingang ein.
  2. Geben Sie die erforderliche geregelte Ausgangsspannung und den maximalen Laststrom ein.
  3. Behalten Sie den üblichen R1-Wert von 240 Ohm bei oder wählen Sie einen laut Datenblatt zulässigen Wert.
  4. Wählen Sie LM317-Schaltung berechnen und prüfen Sie R2, Verlustleistung und idealen Wirkungsgrad.
  5. Wählen Sie praktisch verfügbare Widerstände und Kühlkörper und prüfen Sie die fertige Schaltung unter Last.

Häufige Fragen zum LM317-Rechner

Warum hat R1 häufig 240 Ohm?

Ein 240-Ohm-Widerstand zieht bei der Referenzspannung von 1.25 V etwa 5.2 mA. Das hilft, die Mindestlast des klassischen LM317 bei mäßigem zusätzlichem Stromverbrauch zu erreichen.

Berücksichtigt die Formel den Einstellstrom?

Der Rechner nutzt die übliche vereinfachte Gleichung und vernachlässigt den kleinen Einstellstrom. Präzisionsauslegungen sollten den Datenblatt-Maximalwert und Bauteiltoleranzen einbeziehen.

Wie viel Eingangsspannungsreserve braucht ein LM317?

Ein klassischer LM317 benötigt zur Regelung meist etwa 2 bis 3 Volt über der Ausgangsspannung. Prüfen Sie die Dropout-Angabe des konkreten Bauteils bei Ihrem Laststrom und Ihrer Temperatur.

Wann benötigt der Regler einen Kühlkörper?

Ein Kühlkörper ist nötig, wenn der Gehäusewärmewiderstand die Sperrschichttemperatur über den sicheren Grenzwert steigen ließe. Berechnen Sie den Temperaturanstieg aus Verlustleistung und Gesamtwärmewiderstand und halten Sie eine Reserve ein.

Kann ein LM317 dauerhaft 1.5 Ampere liefern?

Einige Varianten sind unter geeigneten Bedingungen für bis zu 1.5 A ausgelegt. Der verfügbare Strom wird durch Ein-Ausgangs-Differenz, Kühlung, Gehäuse, Strombegrenzung und sicheren Arbeitsbereich beschränkt.