Rechnen Sie HF-Leistung und Spannung zwischen dBm, dBW, Watt, Milliwatt, Volt, dBV und dBuV um.
HF-Leistung und Spannung umrechnen
Die Umrechnung zwischen Leistung und Spannung verwendet eine standardmäßige HF-Last von 50 Ohm.
Über die Umrechnung von HF-Einheiten
In der Hochfrequenztechnik werden Signalpegel auf mehrere zusammenhängende Arten beschrieben. Absolute logarithmische Einheiten wie dBm und dBW erleichtern den Vergleich sehr großer Leistungsbereiche, während Watt und Milliwatt direkte lineare Werte liefern. Bei Spannungsmessungen kommt eine weitere Bedingung hinzu: Ohne bekannte Lastimpedanz bestimmt die Spannung allein keine Leistung. Dieser Umrechner verwendet die Standardimpedanz von 50 Ohm, die in den meisten HF-Messgeräten, Koaxialsystemen, Sendern, Empfängern und Funklaboren üblich ist.
dBm bezieht sich auf ein Milliwatt. Null dBm entsprechen daher einem Milliwatt, 10 dBm zehn Milliwatt, 20 dBm einhundert Milliwatt und 30 dBm einem Watt. dBW verwendet ein Watt als Bezug und liegt deshalb stets 30 Dezibel unter dem entsprechenden dBm-Wert. Diese logarithmischen Beziehungen sind besonders nützlich, wenn Kabelverluste, Antennengewinne, Verstärkergewinne und Dämpfungswerte in einer Leistungsbilanz addiert werden.
Bei der Spannungsumrechnung behandelt der Rechner die Eingabe als Effektivwert, also RMS-Spannung, an 50 Ohm. Die Leistung ergibt sich aus dem Quadrat der Spannung geteilt durch den Widerstand. dBV bezieht sich auf ein Volt RMS, dBuV auf ein Mikrovolt. Da Spannungsverhältnisse mit dem zwanzigfachen Zehnerlogarithmus berechnet werden, bedeutet ein Anstieg um zwanzig Dezibel die zehnfache Spannung. Bei konstantem Widerstand steigt die Leistung dabei um den Faktor einhundert.
Das Werkzeug eignet sich zur Prüfung von Senderausgangsleistung, Empfängerempfindlichkeit, Laborgeneratoreinstellungen, Antennenpegeln und Telekommunikationsdaten. Es überträgt außerdem Angaben aus Datenblättern in die Einheit eines Spektrumanalysators oder Leistungsmessers. Reale HF-Systeme können reaktive Lasten, Fehlanpassungen, Spitzen- statt Effektivspannungen, modulationsabhängige Messungen sowie Stecker- und Kabelverluste enthalten. Diese Effekte sind nicht Teil der idealen Umrechnung. Verwenden Sie gemessene Impedanzen und kalibrierte Geräte, wenn Sicherheit, Konformität oder endgültige Hardwareleistung vom Ergebnis abhängen.
Beispiele für HF-Umrechnungen
Eingabe
Ausgabe
Bedeutung
30 dBm
1 W
Üblicher Pegel eines Ein-Watt-Senders
0 dBm
1 mW
Bezugspegel für dBm
1 V RMS
20 mW
An eine 50-Ohm-Last abgegebene Leistung
So rechnen Sie HF-Einheiten um
Geben Sie die bekannte HF-Leistung oder RMS-Spannung ein.
Wählen Sie die Einheit des Eingabewerts.
Wählen Sie die gewünschte Zieleinheit.
Wählen Sie Umrechnen und lesen Sie das Ergebnis ab. Beachten Sie, dass Spannungsumrechnungen 50 Ohm voraussetzen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen dBm und dBW?
dBm bezieht sich auf ein Milliwatt, dBW auf ein Watt. Dasselbe Signal hat in dBm einen um 30 dB höheren Zahlenwert als in dBW.
Warum ist die Impedanz bei Spannungsumrechnungen wichtig?
Die Leistung hängt von Spannung und Lastwiderstand ab. Ohne Impedanz lässt sich Spannung daher nicht in Watt umrechnen. Dieser Rechner nutzt 50 Ohm, den Standard vieler HF-Systeme.
Ist das Spannungsergebnis ein Spitzen- oder Effektivwert?
Es ist die RMS-Spannung eines sinusförmigen Signals. Die Spitzenspannung ist um den Faktor Wurzel aus zwei höher und darf nicht als RMS-Wert eingegeben werden.
Kann ich den Umrechner für 75-Ohm-Videosysteme verwenden?
Logarithmische Leistungsumrechnungen bleiben gültig, Spannungsumrechnungen gelten jedoch nur für 50 Ohm. Ein 75-Ohm-System hat bei gleicher Leistung eine andere Spannung.
Sind negative dBm-Werte gültig?
Ja, sie beschreiben Leistungen unter einem Milliwatt und sind an Empfängereingängen üblich. Beispielsweise entsprechen minus 30 dBm einem Mikrowatt.