Erdbeben-Rechner

Schätzen Sie seismische Energie, lokale Bodenbewegungsintensität und relatives Gebäudeschadenspotenzial aus Erdbeben- und Standortbedingungen.

Erdbebenfolgen abschätzen
Geben Sie Ereignis-, Standort-, Boden- und Gebäudedaten für lehrbezogene Energie- und Erschütterungsschätzungen ein.

Zum Vergleich von Erdbebenmagnituden

Die Erdbebenmagnitude ist logarithmisch: Kleine Zahlenänderungen bedeuten große physikalische Änderungen. Nach der klassischen Beziehung entspricht eine Einheit mehr der zehnfachen gemessenen Bodenbewegungsamplitude und ungefähr der 31.62-fachen freigesetzten Energie. Zwei Einheiten bedeuten hundertfache Amplitude und etwa tausendfache Energie. Dieser Rechner nutzt diese Verhältnisse, um eine zweite Magnitude direkt mit einer ersten zu vergleichen. Die bekannte Richterskala wurde für bestimmte Instrumente und Erdbeben in Südkalifornien entwickelt. Moderne Stellen melden meist die Momenten-Magnitude Mw, weil sie ein breites Größenspektrum besser abbildet. Nachrichten verwenden Richter teils weiterhin als vertrauten allgemeinen Begriff. Obwohl Magnitudenskalen im Alltag ungefähr vergleichbar sind, benötigen Werte aus verschiedenen Methoden, Stationen und Revisionen einen passenden wissenschaftlichen Kontext. Magnitude ist nicht Intensität oder Schaden. Sie schätzt die Energie am Ursprung; lokale Erschütterungen hängen von Entfernung, Tiefe, Bruchgeometrie, Boden, Bauweise und Wellenausbreitung ab. Ein kleineres nahes, flaches Beben kann lokal stärker schütteln als ein größeres fernes oder tiefes. Intensitätsskalen beschreiben beobachtete Folgen an einzelnen Orten. Ein Beben kann daher viele Intensitäten, aber eine gemeldete Magnitudenschätzung haben. Ist die zweite Magnitude größer, zeigt die Seite Amplituden- und Energieverhältnisse über eins. Ist sie kleiner, liegen die Verhältnisse unter eins und geben ihre Werte relativ zum ersten Beben an. Sehr kleine Ereignisse können negative Magnituden haben, weil Magnitude null kein physikalischer Nullpunkt ist. Die Formeln gelten mathematisch auch für Dezimal- und negative Werte, sofern beide Eingaben kompatible Magnitudenmaße verwenden. Energieverhältnisse sind Näherungen. Die verbreitete Beziehung lässt abgestrahlte seismische Energie mit zehn hoch dem Eineinhalbfachen der Magnitudendifferenz skalieren. Tatsächliche Schätzungen hängen von Herdphysik und Messmethode ab. Verwenden Sie diesen Lernvergleich nicht für Notfallentscheidungen, Tragwerksplanung oder Gefahrenprognosen. Offizielle geologische Stellen liefern geprüfte Ereignisdaten, Tsunamiinformationen, Nachbebenhinweise und lokale Sicherheitsanweisungen. Der Rechner vermittelt vor allem ein Gefühl für logarithmische Skalen und erklärt, warum kleine Magnitudendifferenzen sehr unterschiedliche Ereignisse bedeuten.

Beispiele für Erdbebenfolgen

Die Magnitude bestimmt die Herdenergie; Entfernung, Tiefe, Boden und Bauweise beeinflussen lokale Folgen.

Ereignis und StandortGeschätzte EnergieLokale Einordnung
M5, 10 km entfernt, 10 km tief, Fels1.995e12 JAm nahen Felsstandort wird die Intensität vor Gebäudekorrektur auf 6.1 geschätzt.
M6, 100 km entfernt, 10 km tief, Fels6.310e13 JDie größere Entfernung dämpft die lokale Intensitätsschätzung auf 6.4.
M7, 50 km entfernt, 20 km tief, weicher Boden1.995e15 JWeicher Boden erhöht die lehrbezogene Bewegungsschätzung gegenüber Fels.

So schätzen Sie Erdbebenfolgen ab

  1. Geben Sie die von einer zuverlässigen geologischen Quelle gemeldete Magnitude ein.
  2. Geben Sie Epizentralentfernung des Standorts und Herdtiefe in Kilometern ein.
  3. Wählen Sie die am besten passenden Bodenbedingungen und die grobe Gebäudeart.
  4. Wählen Sie Erdbebenfolgen berechnen und prüfen Sie Energie-, Intensitäts- und Schadensindikatoren.
  5. Nutzen Sie für Sicherheitsentscheidungen offizielle Gefahreninformationen statt dieser Lernschätzung.

Häufige Fragen zum Erdbeben-Rechner

Wie viel stärker ist Magnitude 6 als Magnitude 5?

Die gemessene Wellenamplitude ist nach der logarithmischen Beziehung zehnmal größer. Freigesetzt wird ungefähr die 31.62-fache seismische Energie.

Ist Magnitude dasselbe wie Erdbebenschaden?

Nein. Schäden hängen von Entfernung, Tiefe, lokaler Geologie, Bauweise, Dauer und vielen weiteren Faktoren ab. Die Magnitude beschreibt den Ursprung, nicht die Folgen überall.

Warum ist die Skala logarithmisch?

Erdbeben umfassen einen enormen Bereich von Bodenbewegung und Energie, der linear schwer darstellbar ist. Logarithmen verdichten ihn zu handhabbaren Magnitudenwerten.

Kann ein Erdbeben eine negative Magnitude haben?

Ja. Sehr kleine Ereignisse können negativ sein, da null ein Referenzniveau und keine Bewegungslosigkeit bedeutet. Der logarithmische Vergleich bleibt gültig.

Sind Richter- und Momenten-Magnitude identisch?

Nein. Die verschiedenen Methoden liefern oft ähnliche Werte, doch die Momenten-Magnitude eignet sich besser für sehr große Beben. Vergleichen Sie bei Genauigkeitsbedarf kompatible Skalen.