Leitungsschutzschalter-Größenrechner – Kabelquerschnitt

Berechnen Sie die richtige Größe des Leitungsschutzschalters und den passenden Kabelquerschnitt für jede elektrische Last basierend auf Spannung, Leistung, Leistungsfaktor und Installationsbedingungen.

Geben Sie die elektrischen Lastparameter ein, um die erforderliche Stromstärke des Leitungsschutzschalters und den empfohlenen Kabelquerschnitt gemäß den NEC-Richtlinien zu bestimmen.

Leitungsschutzschalter-Größenrechner – Kabelquerschnitt
Berechnen Sie die richtige Größe des Leitungsschutzschalters und den passenden Kabelquerschnitt für jede elektrische Last basierend auf Spannung, Leistung, Leistungsfaktor und Installationsbedingungen.

Über den Leitungsschutzschalter-Größenrechner

Ein Leitungsschutzschalter ist ein Sicherheitsgerät, das einen Stromkreis automatisch unterbricht, wenn der Strom einen sicheren Wert überschreitet, und so Leitungen und Geräte vor Überhitzung und Brand schützt. Die richtige Auswahl der Sicherungsgröße ist eine der grundlegendsten Aufgaben in der elektrischen Planung, egal ob Sie eine Wohnküche verdrahten, einen gewerblichen Motorstromkreis auslegen oder ein industrielles Energieverteilfeld planen. Die Berechnung beginnt mit der Ermittlung des Laststroms, also des tatsächlich von der angeschlossenen Ausrüstung aufgenommenen Stroms. Für einen einphasigen Stromkreis gilt: Laststrom I = Leistung P geteilt durch die Spannung V und den Leistungsfaktor PF: I = P / (V × PF). Bei einem dreiphasigen Stromkreis berücksichtigt die Formel die drei Leiter: I = P / (√3 × V × PF). Der Leistungsfaktor ist ein dimensionsloser Wert zwischen 0 und 1 und beschreibt, wie effizient die Last elektrische Leistung in nutzbare Arbeit umwandelt. Ohmsche Lasten wie Heizgeräte haben PF ≈ 1,0, während Motoren und elektronische Geräte typischerweise zwischen 0,7 und 0,95 liegen. Sobald der Laststrom bekannt ist, verlangt der US-amerikanische National Electrical Code (NEC), dass Dauerlasten — also Lasten, die 3 Stunden oder länger betrieben werden — mit einem Leitungsschutzschalter geschützt werden, der mindestens 125 % des Laststroms beträgt. Diese Reduzierung berücksichtigt die thermische Belastung von Leitern und Schalterkontakten bei längerem Betrieb. Nicht dauerhafte Lasten werden mit 100 % des Laststroms geschützt. Dieser Rechner wendet den 125-%-Faktor automatisch an, wenn Sie den Lasttyp Dauerlast wählen. Auch die Umgebungstemperatur beeinflusst die Strombelastbarkeit von Leitern. Der NEC liefert Korrekturfaktoren auf Basis der Isolationsklasse (typischerweise 75°C bei Standard-THHN-Leitungen). Steigt die Umgebungstemperatur über den Standardreferenzwert von 30°C, müssen Leiter abgewertet werden, damit ihre thermische Grenze nicht überschritten wird. Dieser Rechner wendet den passenden NEC-310.15-Korrekturfaktor für die angegebene Umgebungstemperatur an. Der erforderliche Auslegungsstrom nach Anwendung der Faktoren für Dauerlast und Temperatur bestimmt die minimale Sicherungsgröße. Standard-Sicherungswerte folgen einer festen Reihe: 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50, 60, 70, 80, 90, 100, 110, 125, 150, 175, 200, 225, 250, 300, 350 und 400 Ampere. Der Rechner wählt die kleinste Standardgröße, die mindestens dem Auslegungsstrom entspricht. Die Auswahl des Kabelquerschnitts ergibt sich direkt aus der gewählten Sicherungsgröße. Nach NEC muss die Strombelastbarkeit des Leiters bei 75°C mindestens der Sicherungsgröße entsprechen. Dieser Rechner gibt die erforderliche Mindestgröße in American Wire Gauge (AWG) oder kcmil zurück. Gängige Zuordnungen sind 14 AWG mit 15 A, 12 AWG mit 20 A, 10 AWG mit 30 A, 8 AWG mit 40–50 A, 6 AWG mit 60 A, 4 AWG mit 85 A und 2 AWG mit 115 A. Lassen Sie Ihre endgültige Auslegung immer von einer zugelassenen Elektrofachkraft und den örtlichen Vorschriften prüfen, da Leitungsbelegung, Länge und spezifische Installationsbedingungen zusätzliche Abwertungen erfordern können.

Beispiele für Leitungsschutzschaltergrößen

Praxisnahe Auslegungsszenarien, die den Einfluss von Lasttyp, Leistungsfaktor und Temperatur auf die erforderliche Sicherung und den Kabelquerschnitt zeigen.

EingabeErgebnisHinweise
120 V, 1800 W, PF 0.95, Nicht dauerhaft, 25 °C, Einphasig20-A-Sicherung, 12-AWG-LeitungTypischer Küchenstromkreis. Laststrom = 1800/(120×0.95) ≈ 15.8 A; Auslegungsstrom bei nicht dauerhafter Last = 15.8 A → Standard-Sicherung 20 A, Leiter 12 AWG.
480 V, 15000 W, PF 0.85, Dauerlast, 35 °C, Dreiphasig30-A-Sicherung, 10-AWG-LeitungDreiphasiger Motor. I = 15000/(√3×480×0.85) ≈ 21.2 A; Auslegungsstrom für Dauerlast = 21.2×1.25 ≈ 26.5 A → Standard-Sicherung 30 A, 10 AWG.
240 V, 3000 W, PF 1.0, Dauerlast, 30 °C, Einphasig20-A-Sicherung, 12-AWG-LeitungOhmsches Heizgerät. I = 3000/(240×1.0) = 12.5 A; Auslegungsstrom für Dauerlast = 12.5×1.25 = 15.6 A → Standard-Sicherung 20 A, Leiter 12 AWG.
120 V, 2400 W, PF 0.9, Dauerlast, 40 °C, Einphasig30-A-Sicherung, 10-AWG-LeitungStark belasteter Dauerstromkreis. Laststrom ≈ 22.2 A; Auslegungsstrom = 22.2×1.25 = 27.8 A → Standard-Sicherung 30 A, 10 AWG. Der Temperaturfaktor (0.82) dient nur als Hinweis für die Leiterabwertung.

So verwenden Sie den Leitungsschutzschalter-Größenrechner

  1. Geben Sie die Stromkreisspannung in Volt (V) ein. Übliche Werte sind 120 V oder 240 V für einphasige Wohnstromkreise und 208 V oder 480 V für gewerbliche Dreiphasensysteme.
  2. Geben Sie die gesamte angeschlossene Leistung in Watt (W) ein. Addieren Sie bei mehreren Geräten am selben Stromkreis die jeweiligen Nennleistungen.
  3. Geben Sie den Leistungsfaktor der Last ein (0.01–1.0). Verwenden Sie 1.0 für rein ohmsche Lasten wie Heizgeräte; 0.85–0.95 für Motoren und Elektronik.
  4. Wählen Sie Lasttyp (Dauerlast oder Nicht dauerhaft), Umgebungstemperatur und Phasenkonfiguration und klicken Sie dann auf Berechnen.
  5. Lesen Sie die erforderliche Sicherungsgröße und den empfohlenen Kabelquerschnitt aus den Ergebnissen ab. Lassen Sie die Auslegung vor der Installation von einer zugelassenen Elektrofachkraft prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Dauerlast und warum braucht sie eine größere Sicherung?
Eine Dauerlast ist eine Last, die 3 Stunden oder länger mit maximalem Strom betrieben wird. Der NEC verlangt, dass der Leitungsschutzschalter auf 125 % des Dauerlaststroms ausgelegt wird, da dauerhafter Strom in Schalterkontakten und Leitern mehr Wärme erzeugt als intermittierender Strom. Dieser zusätzliche Spielraum verhindert Fehlabschaltungen und senkt das Brandrisiko.
Warum beeinflusst die Umgebungstemperatur die Sicherungsgröße?
Leiter geben Wärme durch Konvektion ab. Bei hoher Umgebungstemperatur kann der Leiter Wärme schlechter abführen, sodass seine sichere Strombelastbarkeit sinkt. Der NEC stellt Korrekturfaktoren für Temperaturen über 30°C bereit. Berücksichtigen Sie hohe Umgebungstemperaturen nicht, kann das Kabel überhitzen, selbst wenn die Sicherung nie auslöst.
Was ist ein Leistungsfaktor und wie wirkt er sich auf die Auslegung aus?
Der Leistungsfaktor ist das Verhältnis von Wirkleistung (Watt) zu Scheinleistung (Voltampere). Ein niedriger Leistungsfaktor bedeutet, dass der Stromkreis mehr Strom zieht, als die reine Wirkleistung vermuten lässt. Da Sicherungen und Leitungen auf Strom und nicht auf Watt reagieren, zieht eine Last mit PF 0,7 etwa 43 % mehr Strom als eine gleich große Last mit PF = 1,0 und benötigt daher eine größere Sicherung.
Kann ich eine kleinere Sicherung als die nächste Standardgröße über meinem Auslegungsstrom verwenden?
Nein. Der Leitungsschutzschalter muss mindestens auf den Auslegungsstrom ausgelegt sein, um unnötige Auslösungen im normalen Betrieb zu vermeiden. Runden Sie immer auf die nächste Standardgröße auf. Eine zu klein dimensionierte Sicherung ist ein Verstoß gegen die Vorschriften und stellt eine Brandgefahr dar. Eine zu große Sicherung ohne entsprechend größeren Leiter ist ebenso gefährlich.
Wie verändert Drehstrom die Berechnung?
In einem symmetrischen Dreiphasensystem wird die Leistung auf drei Leiter verteilt, sodass jeder Leiter weniger Strom führt als in einem gleichwertigen einphasigen Stromkreis. Die Formel I = P / (√3 × V × PF) teilt die Leistung durch √3 (etwa 1,732) mal die Leiterspannung. Das führt bei gleicher Gesamtleistung typischerweise zu kleineren Sicherungen und dünneren Leitungen als bei Einphasenbetrieb.
Berücksichtigt dieser Rechner Leitungsbelegung und Spannungsfall?
Nein. Dieser Rechner wendet die grundlegende NEC-310.15-Temperaturkorrektur und die Abwertung für Dauerlast an. Lange Kabelwege können einen größeren Querschnitt erfordern, um den Spannungsfall auf 3–5 % zu begrenzen, und mehrere gebündelte Leiter in einem Rohr benötigen zusätzliche Abwertungen. Für die endgültige Auswahl von Leitung und Sicherung sollten Sie immer die vollständigen NEC-Tabellen oder eine zugelassene Elektrofachkraft konsultieren.