Flusswandler-Rechner

Berechnen Sie Tastgrad, Leistung, Eingangsstrom und Schaltperiode eines isolierten DC-DC-Flusswandlers.

Einen Flusswandler auslegen
Geben Sie positive elektrische Werte, das Primär-Sekundär-Windungsverhältnis, den dezimalen Wirkungsgrad und die Schaltfrequenz ein.

Zur Auslegung von Flusswandlern

Ein Flusswandler ist eine isolierte DC-DC-Topologie, die bei eingeschaltetem Hauptschalter Energie von der Primär- auf die Sekundärseite überträgt. Anders als ein Sperrwandler speichert er nicht absichtlich die gesamte Zyklusenergie im Transformatorkern. Ausgangsgleichrichter und Drossel glätten die Sekundärimpulse zu einer geregelten Gleichspannung. Der Rechner schätzt den idealen Tastgrad aus Eingangsspannung, gewünschter Ausgangsspannung und Primär-Sekundär-Windungsverhältnis. Er berechnet außerdem Ausgangsleistung, benötigte Eingangsleistung, mittleren Eingangsstrom und Schaltperiode. Verwendet wird: Ausgangsspannung gleich Tastgrad mal Eingangsspannung geteilt durch Windungsverhältnis. Umgestellt ist der Tastgrad Ausgangsspannung mal Windungsverhältnis geteilt durch Eingangsspannung. Das Verhältnis muss daher Primärwindungen geteilt durch Sekundärwindungen sein. Über hundert Prozent sind nicht realisierbar; praktische Eintakt-Flusswandler mit einem Schalter benötigen meist deutlich mehr Entmagnetisierungsreserve. Halbleiterspannungsabfälle, Wicklungswiderstand, Streuinduktivität, Totzeit und Reglergrenzen verringern die verfügbare Ausgangsspannung zusätzlich. Die Ausgangsleistung ist Ausgangsspannung mal Ausgangsstrom. Die geschätzte Eingangsleistung teilt diesen Wert durch den dezimalen Wirkungsgrad; 0.85 bedeutet 85 Prozent. Mittlerer Eingangsstrom ist Eingangsleistung geteilt durch Eingangsspannung. Das sind stationäre Mittelwerte für die erste Leistungsstufenabschätzung, keine Spitzenströme von Schalter oder Wicklung. Spitzen hängen von Magnetisierungsstrom, Ausgangsdrosselrippel, Transformator, Schaltübergängen und Stromleitungsart ab. Die Schaltperiode ist der Kehrwert der Frequenz und wird in Mikrosekunden angezeigt. Nutzen Sie das Ergebnis vor der Auswahl von Regler, Transformator, Rücksetznetzwerk, Gleichrichtern und Ausgangsfilter als erste Entwurfsprüfung. Der Tastgrad muss im gesamten Eingangsbereich die Regler- und Kernrücksetzgrenzen einhalten. Wählen Sie Bauteile für ungünstigste Spannung, Strom, Temperatur und transiente Belastung, nicht nur Nennmittelwerte. Der reale Wirkungsgrad variiert mit Last und Frequenz; bei Serienentwürfen sollten gemessene Verluste oder detaillierte Modelle die einzelne Annahme ersetzen. Isolationsabstände, Wärmeauslegung, EMV, Regelkreisstabilität und Fehlerschutz erfordern eigene Analysen.

Flusswandler-Beispiele

EntwurfseingabenBerechnete WerteAnwendung
24 V auf 5 V, N 4, 2 A, η 0.8583.333333% Tastgrad, 10 W AusgangIsolierte Versorgung kleiner Leistung
48 V auf 12 V, N 3, 5 A, η 0.8875% Tastgrad, 60 W AusgangVersorgung mittlerer Leistung
400 V auf 24 V, N 12, 10 A, η 0.9272% Tastgrad, 240 W AusgangEntwurf mit hoher Eingangsspannung

So berechnen Sie einen Flusswandler

  1. Geben Sie minimale Betriebseingangsspannung und benötigte Ausgangsspannung ein.
  2. Geben Sie Primär-Sekundär-Windungsverhältnis und Ausgangsstrom ein.
  3. Tragen Sie den Wirkungsgrad dezimal und die Schaltfrequenz in Hertz ein.
  4. Wählen Sie Berechnen und prüfen Sie Tastgrad, Leistung, Strom und Schaltperiode.

Häufige Fragen

Wie wird der Tastgrad eines Flusswandlers berechnet?

Multiplizieren Sie die Ausgangsspannung mit dem Primär-Sekundär-Windungsverhältnis und teilen Sie durch die Eingangsspannung. Prüfen Sie das ideale Ergebnis gegen Regler- und Transformator-Rücksetzgrenzen.

Wird der Wirkungsgrad in Prozent eingegeben?

Geben Sie ihn dezimal ein, etwa 0.85 für 85 Prozent. Daraus werden Eingangsleistung und mittlerer Eingangsstrom geschätzt.

Warum kann der berechnete Tastgrad unpraktikabel sein?

Die ideale Gleichung lässt Rücksetzzeit, Schaltverluste und Halbleiterspannungsabfälle weg. Ein realer Wandler braucht Tastgradreserve für eine sichere Kernentmagnetisierung.

Ist der mittlere Eingangsstrom der Schalterspitzenstrom?

Nein. Der angezeigte Wert ist ein stationärer Leistungsbilanz-Mittelwert. Spitzen enthalten auch Rippel und Magnetisierungsstrom und benötigen eine detaillierte Leistungsstufenauslegung.

Was verändert die Schaltfrequenz?

Eine höhere Frequenz verkürzt die Schaltperiode und kann Magnetbauteile verkleinern. Sie kann jedoch Schalt- und Kernverluste erhöhen, weshalb die Wahl der Frequenz eine Abwägung im Entwurf ist.