Blutgruppen-Rechner

Erkunden Sie mögliche ABO- und Rh-Blutgruppen, die ein Kind von zwei Elternteilen mit bekannten Blutgruppen erben könnte.

Rechner zur Blutgruppenvererbung
Wählen Sie die bekannte ABO- und Rh-Blutgruppe jedes Elternteils.

Über die Vererbung von Blutgruppen

Die übliche Blutgruppenangabe kombiniert die ABO-Gruppe mit dem Rh-Faktor. Das ABO-System umfasst die Phänotypen A, B, AB und O. Ein Kind erhält von jedem biologischen Elternteil ein ABO-Allel. A und B sind kodominant, werden also gemeinsam als AB ausgeprägt, während O meist rezessiv ist. Eine Person mit A kann zwei A-Allele oder ein A- und ein O-Allel tragen. Bei B besteht eine ähnliche Ungewissheit. AB trägt ein A und ein B, O in der Regel zwei O-Allele. Da die routinemäßige Blutgruppenbestimmung den Phänotyp statt des verborgenen Allelpaares angibt, erlauben manche Kombinationen mehrere Ergebnisse. Ein A-Elternteil und ein O-Elternteil können beispielsweise ein A- oder O-Kind haben, wenn der A-Elternteil O trägt; mit zwei A-Allelen sind nur A-Kinder möglich. Dieser Rechner enthält alle mit den gewählten Phänotypen vereinbaren Ergebnisse. Er nimmt nicht an, dass alle verborgenen Genotypen gleich häufig sind, und nennt deshalb Möglichkeiten statt genauer Prozentsätze. Die Rh-Anzeige ist auf positiv oder negativ vereinfacht. Im üblichen Vererbungsmodell ist das positive Merkmal dominant und das negative rezessiv. Eine positive Person kann zwei positive Varianten oder eine positive und eine negative tragen; eine negative Person trägt normalerweise zwei negative. Daher wird bei zwei negativen Eltern ein negatives Kind erwartet, während bei einem positiven Elternteil je nach Varianten beide Ergebnisse möglich sind. Die tatsächliche Blutgruppengenetik umfasst weitere Antigene und seltene Varianten, die ein einfacher Rechner nicht abbilden kann. Blutgruppen sind für Transfusionen und Schwangerschaftsbetreuung medizinisch wichtig, doch Vererbungsmöglichkeiten sind nicht dasselbe wie Transfusionsverträglichkeit. Regeln für Erythrozytenspenden hängen von ABO- und Rh-Übereinstimmung, Antikörpern, Produktart und klinischen Tests ab. Auch eine Schwangerschaft mit Rh-negativer schwangerer Person und Rh-positivem Fötus braucht fachliche Vorsorge; in geeigneten Fällen ist eine vorbeugende Behandlung routinemäßig verfügbar. Nutzen Sie das Werkzeug nur zur Bildung und zum Erkunden familiärer Genetik. Blutgruppen können eine angenommene biologische Beziehung manchmal ausschließen, aber nicht beweisen: Viele nicht verwandte Menschen teilen dieselbe Blutgruppe, und verborgene Genotypen bleiben unbekannt. Für Abstammungsfragen ist ein DNA-Test das geeignete Verfahren. Laborbestimmung, Transfusionsentscheidungen, Schwangerschaftsvorsorge und die Deutung ungewöhnlicher Ergebnisse gehören immer in qualifizierte Hände.

Beispiele zur Blutgruppenvererbung

Blutgruppen der ElternMögliche Blutgruppen des KindesBegründung
A positiv und O negativA+, A-, O+, O-Die Phänotypen A und positiv können rezessive Varianten verbergen
AB negativ und O negativA-, B-Der AB-Elternteil gibt A oder B weiter, beide Eltern sind Rh-negativ
O negativ und O negativO-In beiden Systemen werden nur rezessive Varianten weitergegeben

So erkunden Sie die Vererbung

  1. Bestätigen Sie die ABO- und Rh-Blutgruppe jedes Elternteils anhand des Laborbefunds.
  2. Wählen Sie die Blutgruppe des ersten Elternteils.
  3. Wählen Sie die Blutgruppe des zweiten Elternteils.
  4. Wählen Sie Mögliche Blutgruppen berechnen und betrachten Sie jede aufgeführte Möglichkeit.

Häufige Fragen

Können zwei O-Eltern ein A-Kind haben?

Im üblichen ABO-Modell geben zwei O-Eltern nur O-Allele weiter. Seltene Varianten oder eine falsch dokumentierte Blutgruppe erfordern eine fachliche Laboruntersuchung.

Warum werden keine genauen Wahrscheinlichkeiten angezeigt?

Hinter A- und B-Phänotypen können unterschiedliche Genotypen stehen. Ohne Genotyp- oder Bevölkerungshäufigkeitsdaten wären gleiche Wahrscheinlichkeiten irreführend.

Können zwei positive Eltern ein negatives Kind haben?

Ja. Beide positiven Eltern können eine rezessive negative Variante tragen. Geben beide diese weiter, kann das Kind Rh-negativ sein.

Beweist die Blutgruppe die Abstammung?

Nein. Viele Menschen teilen jede Blutgruppe, und mehrere Kombinationen überschneiden sich. Für eine verlässliche Beurteilung biologischer Elternschaft ist ein DNA-Test nötig.

Sind Vererbung und Transfusionsverträglichkeit dasselbe?

Nein. Vererbung sagt mögliche genetische Phänotypen voraus. Sichere Transfusionen erfordern Verträglichkeitstests im Labor und berücksichtigen die Blutkomponente sowie zahlreiche Antigene.