Belichtungsrechner
Berechnen Sie Kamerabelichtung und Einstellungen mit dem Belichtungsdreieck.
Geben Sie Blende, Verschlusszeit und ISO ein, um den Belichtungswert (EV) für jede Lichtsituation zu berechnen.
Belichtungsrechner
Berechnen Sie Kamerabelichtung und Einstellungen mit dem Belichtungsdreieck.
Beispiele
Klicken Sie auf eine Schaltfläche, um ein reales Szenario in den Rechner zu laden.
| Einstellungen | Szenen-EV | Szenario |
|---|---|---|
| f/8 · 1/125 s (0.008 s) · ISO 100 · EC 0 | EV ≈ 13 | Helles Tageslicht im Freien |
| f/2.8 · 1/60 s (0.0167 s) · ISO 400 · EC 0 | EV ≈ 11 | Innenlicht am Fenster |
| f/1.4 · 1/30 s (0.0333 s) · ISO 1600 · EC 0 | EV ≈ 10 | Dunkler Raum |
| f/5.6 · 1/500 s (0.002 s) · ISO 200 · EC +1 | EV ≈ 16 | Bewölkte Außenszene mit +1-Korrektur |
Über den Belichtungsrechner
Der Belichtungsrechner ist ein leistungsstarkes Werkzeug für Fotografen aller Erfahrungsstufen, die die Kunst der Lichtsteuerung in ihren Bildern meistern möchten. Im Zentrum der Fotografie steht die Belichtung — die Menge an Licht, die während einer Aufnahme auf den Sensor oder Film trifft. Zu viel Licht führt zu überbelichteten, ausgewaschenen Bildern; zu wenig Licht erzeugt unterbelichtete, dunkle Ergebnisse. Die perfekte Belichtung erfordert ein ausgewogenes Zusammenspiel von drei voneinander abhängigen Kameraeinstellungen, dem Belichtungsdreieck: Blende, Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit.
Die Blende beschreibt die Größe der Öffnung im Objektiv, durch die Licht fällt. Sie wird als f-Wert wie f/1.4, f/2.8, f/8 oder f/16 angegeben. Ein niedrigerer f-Wert bedeutet eine größere Öffnung und mehr Licht in der Kamera, ein höherer f-Wert eine kleinere Öffnung und weniger Licht. Die Blende steuert außerdem die Schärfentiefe — große Blenden erzeugen eine geringe Schärfentiefe mit unscharfem Hintergrund, ideal für Porträts, während kleine Blenden eine große Schärfentiefe mit durchgehend scharfer Darstellung liefern, perfekt für Landschaften.
Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Sensor dem Licht ausgesetzt ist. Kurze Verschlusszeiten (z. B. 1/1000s) frieren Bewegungen ein und verringern das Risiko von Verwacklungen. Lange Verschlusszeiten (z. B. 1/15s oder länger) lassen mehr Licht ein und können Bewegungsunschärfe für fließendes Wasser oder Lichtspuren erzeugen. Verschlusszeit und Blende wirken reziprok zusammen: Eine Verdopplung der Verschlusszeit halbiert die Belichtung, während das Öffnen der Blende um eine Stufe die Belichtung verdoppelt.
Die ISO-Empfindlichkeit misst, wie stark Ihr Sensor auf Licht reagiert. Niedrige ISO-Werte (100–200) liefern saubere, rauscharme Bilder und eignen sich am besten für helle Bedingungen. Höhere ISO-Werte (800–3200 oder mehr) ermöglichen Aufnahmen bei wenig Licht, führen aber zu digitalem Rauschen oder Korn. Moderne Kameras kommen mit hohen ISO-Werten bemerkenswert gut zurecht, dennoch bleibt die Minimierung von Rauschen wichtig.
Der Belichtungswert (EV) ist eine standardisierte Zahl, die diese drei Einstellungen zu einem einzigen Lichtmaß zusammenfasst. Bei einer ISO-100-Basis gilt: EV = log₂(N²/t), wobei N der f-Wert der Blende und t die Verschlusszeit in Sekunden ist. Dieser Rechner erweitert die Formel um Ihre tatsächliche ISO und jede angewendete Belichtungskorrektur und liefert so den echten Szenen-EV. EV-Werte reichen typischerweise von etwa −6 (extrem dunkel) bis 20 (direktes Sonnenlicht auf Schnee). Wer EV versteht, kann Lichtverhältnisse schnell in passende Kameraeinstellungen übersetzen und über verschiedene Szenen hinweg konsistente Ergebnisse erzielen.
So verwenden Sie diesen Rechner
- Geben Sie die Objektivblende als f-Wert ein (z. B. 2.8 für f/2.8 oder 8 für f/8).
- Geben Sie die Verschlusszeit als Dezimalzahl in Sekunden ein (z. B. 0.008 für 1/125 s, 0.0167 für 1/60 s).
- Geben Sie die ISO-Empfindlichkeit Ihrer Kamera ein (z. B. 100, 400, 1600).
- Optional können Sie eine Belichtungskorrektur in EV-Stufen eingeben (positiv zum Aufhellen, negativ zum Abdunkeln).
- Klicken Sie auf „Belichtung berechnen“, um den berechneten Szenen-EV und den ISO-100-Basis-EV anzuzeigen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Belichtungswert (EV)?
Der Belichtungswert ist eine dimensionslose Zahl, die Blende, Verschlusszeit und ISO zu einem einzigen Belichtungsmaß zusammenfasst. Bei ISO 100 gilt EV = log₂(N²/t), wobei N der f-Wert und t die Verschlusszeit in Sekunden ist. Jeder ganze EV-Schritt entspricht einer Verdopplung oder Halbierung des insgesamt erfassten Lichts.
Wie hängen Blende, Verschlusszeit und ISO zusammen?
Sie bilden das Belichtungsdreieck. Eine Blende um eine Stufe öffnen, die Verschlusszeit verdoppeln oder die ISO halbieren erhöht die Belichtung jeweils um eine Stufe (1 EV). Sie können diese Werte frei gegeneinander austauschen und die gleiche Gesamtbelichtung beibehalten, auch wenn jede Änderung kreative Auswirkungen auf Schärfentiefe, Bewegungsunschärfe und Bildrauschen hat.
Welche Verschlusszeit soll ich eingeben?
Geben Sie die Verschlusszeit als Dezimalbruch einer Sekunde ein. Zum Beispiel wird 1/125 s zu 0.008, 1/60 s zu etwa 0.0167 und 1/500 s zu 0.002. Längere Belichtungen wie 2 Sekunden werden einfach als 2 eingegeben.
Was bedeutet der EV bei ISO 100?
Der EV bei ISO 100 entfernt den ISO-Anteil und zeigt, wie viel Licht bei gegebener Blende und Verschlusszeit ins Objektiv gelangt. Er ist hilfreich, um Belichtungen zwischen Kameras mit unterschiedlichen ISO-Bereichen zu vergleichen und um auf standardisierte EV-Tabellen aus der klassischen Belichtungsmessung zu verweisen.
Wann sollte ich Belichtungskorrektur verwenden?
Verwenden Sie positive Korrektur (+1 oder +2 EV), um Bilder von überwiegend weißen oder hellen Motiven wie Schnee aufzuhellen, da Kameramessungen diese oft unterbelichten. Verwenden Sie negative Korrektur (−1 oder −2 EV) bei überwiegend dunklen Szenen. Der Rechner addiert Ihren EC-Wert zum finalen Szenen-EV.
Warum weicht mein berechneter EV vom Kameramesswert ab?
Kameramessungen erfassen das vom Motiv reflektierte Licht, während dieser Rechner den EV ausschließlich aus Ihren manuell eingegebenen Einstellungen berechnet. Messwerte können außerdem je nach Messmodus (Spot, mittenbetont, Mehrfeld) und der tatsächlichen Helligkeitsverteilung der Szene variieren.